Bei Kolumna wollen wir uns um die Themen kümmern, die dir wichtig sind. Schicke uns deine Anregungen oder Recherche-Hinweise über unseren Briefkasten, den wir extra dafür eingerichtet haben.
Gezielt visiert der Bagger mit seinem großen Greifarm ein Stück Wand an, packt es – und lässt es in einen roten Container plumpsen. Lindaus ehemaliges Hallenbad ist mittlerweile ganz schön geschrumpft, die Bauarbeiter sind am ältesten Gebäudeteil mit dem alten Schwimmbecken angekommen.
„Das Becken wird mit Schutt aufgefüllt“, erklärt Karl Fischer vom gleichnamigen Abrissunternehmen, „damit wir ins Gebäude reinfahren und von innen weiter abreißen können“.
Zu Beginn der Abrissarbeiten war er nur mit kleiner Mannschaft und weniger Gerät auf der Baustelle. „Wir hatten hier einfach keinen Platz“, sagt er. Jetzt können sich die drei Bagger uneingeschränkt bewegen und arbeiten stoisch vor sich hin.
Das Nixen-Mosaik, an dem das Herz von so mancher Lindauerin hing, ist längst in einem der Container verschwunden. Manche hatten sich gewünscht, dass es gerettet und einen neuen Platz finden würde, doch die Kosten dafür waren der Stadt zu hoch.

In zwei Wochen will Karl Fischer fertig sein, dann ist das Limare Geschichte. Rund zwei Monate haben die Abrissarbeiten dann gedauert. Die Prognose, die eine Sprecherin der Fibona GmbH im September abgab, war etwas optimistischer: Sie sprach von zwei bis drei Wochen.
Mit dem Abriss fällt der Startschuss für einen Hotelneubau. Dort soll ein Businesshotel der Marke „Légère“ entstehen. Bereits im Januar dieses Jahres hatte die Wiesbadener Firma Fibona das etwa 4000 Quadratmeter große Grundstück für 2,6 Millionen Euro von der Stadt Lindau abgekauft. Teil des Deals war, dass die Firma auch den Abriss des alten Hallenbads übernimmt. Eröffnen soll das neue Hotel dann Mitte 2027.





