Aus den Freien Wählern und der Freien Bürgerschaft Lindau wird eine Fraktion

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Lindau
Günther Brombeiß (inks) und Roland Manz.
Fotos: privat

Welche Gründe hinter der Entscheidung stecken, erklären Günther Brombeiß und Roland Manz.

Die Freie Bürgerschaft und die Freien Wähler Lindau tun sich für den Kommunalwahlkampf zusammen. Das bestätigt Günther Brombeiß, Stadtrat und Beirat der Freien Bürgerschaft, auf Nachfrage von Kolumna. „Wir haben uns entschieden, gemeinsam eine Liste aufzustellen“, sagt er.

Hauptgrund sei, dass man der Zerstückelung des Stadtrats entgegenwirken wolle, so Brombeiß. Aktuell gibt es im Lindauer Stadtrat zehn Gruppierungen und 30 Sitze. Die Freien Bürger stellen drei Stadträtinnen und Stadträte, die Freien Wähler zwei.

Freie Bürger und Freie Wähler hätten sich „in den letzten Jahren wieder angenähert“. Dazu komme, dass viele Lindauerinnen und Lindauer ohnehin nicht zwischen den beiden Gruppierungen unterschieden.

Schwierig, die Liste vollzubekommen

Die Freie Bürgerschaft wurde kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs gegründet, so Brombeiß. 40 Jahre später entstand dann zusätzlich der Verein Wählerinitiative Lindau, aus der später die Freien Wähler wurden. Die sind in Lindau übrigens nach wie vor ein Verein und kein Ortsverband der gleichnamigen Partei.

Freie Wähler und Freie Bürgerschaft gleichen sich „in vielen Dingen“, sagt auch Roland Manz, stellvertretender Vorsitzender der Freien Wähler und ebenfalls Stadtratsmitglied. „Wir glauben, dass wir gemeinsam stärker präsent sind.“

Manz räumt außerdem ein, dass es nicht einfach ist, allein genügend Kandidatinnen und Kandidaten für die Stadtratswahl zu finden. „Es ist unheimlich schwierig, 30 Personen zusammenzubekommen“, sagt er. „Und es wird immer schwieriger.“

Liste wird immer abwechselnd besetzt

Wie die neue Fraktion heißen soll, steht offenbar noch nicht ganz fest. Laut Brombeiß sollen im neuen Titel beide Namen vorkommen. Denn auch die beiden Vereine bleiben bestehen – und sammeln nun jeweils Kandidatinnen und Kandidaten für die Stadtratswahl im März 2026.

Bei der gemeinsamen Aufstellungsversammlung, deren Datum noch nicht feststeht, wird es dann etwas kompliziert. Denn für die jeweiligen Kandidatinnen und Kandidaten dürfen nur diejenigen Mitglieder des Vereins stimmen, für den diese antreten.

Die gemeinsame Liste wird dann paritätisch, also immer abwechselnd, von den Freien Bürgern und den Freien Wählern besetzt.

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