Glücklicherweise gibt es nur Leichtverletzte. Allerdings kommt es zum Verkehrschaos.
Auf der B31 ist es am Freitagmorgen gegen 8 Uhr zu einem Unfall gekommen. Beim Diepoldsberg-Tunnel waren ein Auto und ein Lastwagen zusammengestoßen, was eine Kettenreaktion auslöste.
Insgesamt waren an dem Unfall letztlich fünf Fahrzeuge beteiligt, wie ein Polizist im Gespräch mit Kolumna sagt.
Der 67-jährige Unfallverursacher befuhr die B31 in Fahrtrichtung Lindau, als sein Auto aus noch ungeklärter Ursache auf die Gegenspur geriet und dort mit dem entgegenkommenden Lastwagen seitlich kollidierte.
Das Fahrzeug des 67-Jährigen wurde dadurch wieder nach rechts in ein weiteres Auto geschleudert, schreibt die Polizei in ihrem Bericht.
Der Lastwagen wiederum geriet durch den Aufprall ebenfalls auf die Gegenfahrspur, fuhr über den Grünstreifen und einen Hang hinauf. Er kippte um.
Dabei beschädigte er ein weiteres Auto. Ein fünftes Fahrzeug wurde durch die umherfliegenden Teile leicht beschädigt.
„Drei Menschen wurden leicht verletzt“, sagt der Polizist. Sie wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Die Rettungshubschrauber, die sicherheitshalber gerufen worden waren, konnten wieder abfliegen.
Neben dem Rettungsdienst, der Polizei und dem Straßenbaulastträger des Landkreises waren die Feuerwehren Lindau, Weißensberg und Bodolz mit insgesamt 100 Mann vor Ort, wie Lindaus Feuerwehrkommandant Florian Kainz sagt.
Die B31 blieb den kompletten Tag über gesperrt. Der Verkehr wurde an der Notausfahrt Schönau abgeleitet.
Rund um Lindau und Weißensberg war die Verkehrssituation chaotisch. “Viele Leute haben nicht die Umleitungsschilder gelesen, sondern sind ihrem Navi gefolgt”, sagte der Polizist.
Das hat sie aber zum Teil in die Irre geführt. Denn aktuell sind sowohl die Ortsdurchfahrt in Rothkreuz als auch die Kemptener Straße in Lindau wegen Bauarbeiten gesperrt.
Die Feuerwehren aus Lindau, Weißensberg und Bodolz waren mit ungefähr 100 Leuten vor Ort, wie Lindaus Feuerwehrkommandant Florian Kainz sagte. Sie mussten die Unfallstelle absichern, den Verkehr umleiten und den Kraftstoff abbinden.
Denn aus dem Lastwagen sind mehrere hundert Liter Diesel ausgelaufen, der Tank war gerissen. Das Wasserwirtschaftsamt prüft, ob dadurch eine Gefahr für die umliegenden Gewässer besteht.
Am Nachmittag wurde der Lastwagen zunächst entladen und dann mit Hilfe eines Krans wieder aufgerichtet. “Bevor er abgeschleppt werden kann, muss erst der Tank komplett abgepumpt werden”, erklärte ein Polizist.
Danach muss noch das Erdreich um die Stelle abgegraben werden, an der der Lastwagen lag. Gegen 21 Uhr sollte die Straße wieder frei sein.