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Seit mittlerweile fünf Jahren bemüht sich der Nonnenhorner Winzer Josef Hornstein darum, seinen Betrieb zu erweitern. Dafür will er raus aus dem Dorf und ins Hinterland an den Aussichtspunkt „Im Reutele“ ziehen. Ein Kolumna-Leser möchte wissen, wie der aktuelle Stand bei dem Projekt ist – und wieso in der Nähe so viele Bäume gefällt wurden.
Zuletzt befand Josef Hornstein sich in einem Mediationsverfahren mit dem Landratsamt am Verwaltungsgericht in Augsburg. Nachdem das Landratsamt das Bauvorhaben abgelehnt hatte, war Hornstein gerichtlich dagegen vorgegangen. In dem speziellen Verfahren sollten sich die beiden Parteien einigen.
Damit die Behörden sich besser vorstellen konnten, wie das von ihm gewünschte Gebäude wirken würde, musste Josef Hornstein ein Phantomgerüst an dem Aussichtspunkt, der sich oberhalb der Kreisstraße und ganz in der Nähe vom Gewerbegebiet Längenberg befindet, aufstellen. Im März wurde es wieder abgebaut.
Aber Landratsamt und Hornstein sind sich offenbar nicht einig geworden. Denn das Mediationsverfahren ist zwar mittlerweile abgeschlossen, wie Florian Jung, Pressesprecher und Richter am Verwaltungsgericht, schreibt. Das Klageverfahren werde aber fortgeführt.
Josef Hornstein geht davon aus, dass es frühestens in sechs Monaten Neuigkeiten gibt, wie er Kolumna gegenüber sagt. Die ganze Geschichte hinter dem Projekt könnt ihr hier nachlesen.
Die Bäume, die dort oben gefällt wurden, hatten nichts mit dem geplanten Bauprojekt von Hornstein zu tun. Sie gehörten zu einem Waldstück direkt nebenan, schreibt Landratsamts-Sprecherin Angela Wolf auf unsere Nachfrage.
Bei den Fällungen habe es sich um „forstwirtschaftliche Arbeiten“ gehandelt. Die Fällungen hätten keiner naturschutzfachlichen oder rechtlichen Prüfung bedurft.
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