Neue Bodolzer Kita von zwölf Millionen auf 9,8 Millionen Euro abgespeckt

Eine Visulaisierung
Die Visualisierung zeigt, wie die neue Kita aussehen soll.
Grafik: GMS Architekten

Statt zwölf Millionen Euro sind es jetzt 9,8 Millionen Euro, die die neue Kita kosten soll. Dabei mit eingerechnet sind der Spielplatz und der Vorplatz. Der Bodolzer Gemeinderat war sich geschlossen einig, dass er sich das für Bodolz leisten will.

Kleiner, kompakter, preiswerter – so lassen sich die abgespeckten Pläne für die neue Kita im Bodolzer Ortskern grob zusammenfassen.

Nachdem Anfang des Jahres klar war, dass die Verwirklichung der ursprünglichen Pläne mit zwölf Millionen Euro zu teuer werden würden, hat Architekt Georg Schmitz von GMS Architekten nun auf der jüngsten Gemeinderatssitzung die neuen Pläne für die Kita vorgestellt.

Kein Keller und kein Dachgeschoss

„Jetzt haben wir eine Planung, die dem entspricht, was wir im Januar so beschlossen haben“, sagte Bürgermeister Felix Eisenbach einleitend und konkretisierte: „Wir sind jetzt bei 9,3 Millionen Euro für das Kita-Projekt und bei dem Vorplatz bei rund 500.000 Euro.“

Das neue Kita-Gebäude hat nun keinen Keller mehr und auch kein ausgebautes Dachgeschoss. Unter dem Satteldach befinden sich lediglich einige Räume für die Technik. Einige Gruppenräume des Kindergartens reichen dann bis unters Dach.

Der fehlende Keller wird durch einen aus Holz gebauten einfachen Pavillon ausgeglichen, der mit etwas Abstand zum Gebäude steht und sich als Pendant dazu verstehen soll.

Mit den Schiebeläden auf zwei Seiten lässt sich der Pavillon bei Festen zum Ausschank nutzen. Dahinter befindet sich im Gebäude die Mensa, die sich durch Schiebetüren zum Vorplatz hin öffnen lässt.

Das Gebäude selbst ist lichtdurchflutet. Schon vom Eingang aus reicht der Blick bis in den Garten. Befinden sich im Erdgeschoss die drei Gruppenräume für die Krippenkinder, sind die Räume für die Kindergartenkinder im Obergeschoss.

Geld gespart wird auch dadurch, dass jetzt alle Sanitärräume übereinander angeordnet sind. Die modulare Bauweise der Räume sorgt für viel Licht.

Holzbauweise, die PV-Anlage und die Wärmepumpe

Statt zwei Treppenhäusern gibt es jetzt nur noch eines. Eine weitere Treppe von den Kindergartenräumen im Obergeschoss nach unten dient nicht nur als Fluchtweg, sondern auch als direkter Zugang in den Garten.

Nachhaltig machen das Gebäude unter anderem die Holzbauweise, die PV-Anlage und die Wärmepumpe. Von der Kubatur her ist das Gebäude im neuen Entwurf deutlich kleiner als im alten.

Neu waren auch die Pläne zur Gestaltung der Außenanlagen und des Platzes, wie Landschaftsarchitekt Lázló Trenka von Freiraumplanung Sigmund aus Grafenberg präsentierte. Neben den vorhandenen Bäumen sind darin sowohl die Findlinge integriert, als auch das Gefälle des Geländes berücksichtigt.

Spiellandschaften mit viel Natur

Im Garten der Kita gibt es einen Bereich für die Krippenkinder und einen für die Kindergartenkinder. Sie sind durch einen raupenförmigen Zaun voneinander getrennt. Unter der Leitidee „Obstgarten“ entstehen hier altersgemäße Spiellandschaften, in denen die Kinder die Natur entdecken können.

Die Spielgeräte stehen unter dem Stichwort „Metamorphose“. Gibt es bei den Kleinkindern eine Raupe zum Beklettern, bekommen die Großen einen Schmetterling mit Federwippe. Während bei den Kindergartenkindern eine kokonartige Kletter-Skulptur das Highlight sein wird, könnte es bei den Kleinen die Bobby-Car-Fahrbahn werden. Große Sandkästen, Rutschen, Kletterfiguren und Doppelschaukeln komplettieren die Gärten.

„Das ist ein Gewinn für unser Dorf und unsere Bevölkerung“, sagte Nadja Krammer-Dinkelbach (CSU). Das fanden ihre Ratskolleginnen und -kollegen auch. Zumindest stimmte das Gremium einstimmig dafür, dass es jetzt mit diesen Planungen weitergehen soll.

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