Im Zechwaldareal wird’s doch kein Boarding House geben

Ein Blick in die Zukunft: So stellen sich die Gewinner des Architektenwettbewerbs den zukünftigen Blick von der Bregenzer Straße aus auf das Zechwald-Areal vor.
Visualisierung: Rhomberg Bau

Die Planungen für das neue Quartier im Lindauer Stadtteil Zech schreiten voran. Rhomberg Bau arbeitet die Pläne gemeinsam mit den Architekten aus. Dabei zeigt sich: Das ein oder andere ändert sich nochmal.

Projektentwickler Tobias Fuchs steckt mitten in den Arbeiten zum Zechwald-Areal. Aktuell gehe es um die Energiesysteme, die Erschließung der Flächen und die Struktur der Gebäuden, sagt Fuchs von Rohmberg Bau.

Das Unternehmen hat das ehemalige Kunert-Areal gekauft, um es weiterzuentwickeln. Seit mehreren Jahren läuft der Prozess – im Sommer 2025 wurde der Sieger des Architektenwettbewerbs gekürt. Gewonnen hat ein Konzept, das ein recht grünes, autofreies Quartier vorsieht, mit mehreren Gebäuden und unterschiedlichster Nutzung. In den nächsten Jahren soll ein Stadtteil mit etwa 300 Wohnungen und Gewerbe entstehen.

Ein Supermarkt, eine Drogerie, eine Arztpraxis, eine Kita und weiteres Gewerbe, etwa ein Café oder ein Fahrradladen sind ebenfalls geplant. Eigentlich sollen 10.000 Quadratmeter Gewerbefläche entstehen. Mehr zu dem Projekt könnt ihr hier nachlesen.

Auch ein Boarding House war ursprünglich angedacht. „Das haben wir verworfen“, sagt Fuchs. Denn die Nachfrage in Lindau nach einem solchen Angebot fehle. Vielen Unternehmen gehe es nicht gut, Geschäftsreisen würden reduziert.

Parken sollen alle Anwohnerinnen und Anwohner später in einem Parkhaus am Rande des Quartiers. An dem Supermarkt und der Drogerie sind zusätzliche Parkplätze geplant.

In den Entwürfen der Architekten hatte die Anzahl der vorgegebenen Stellplätze in dem Parkhaus nicht ausgereicht. Das habe man mittlerweile lösen können, sagt Fuchs.

Man habe im Laufe der Planung überlegt, ob unter einem Baufeld eine Tiefgarage entstehen könnte. Und zwar unter den Wohnungen, die später mal am weitesten vom Parkhaus entfernt sein werden. „Das wurde von der Stadt eher kritisch gesehen“, sagt Fuchs. Unsere Anfrage bei der Stadt dazu wurde bis Redaktionsschluss nicht beantwortet.

Bis auf kleine Verzögerungen befinde sich das Projekt im Zeitplan, so der Projektleiter. Wahrscheinlich sei der Ausstellungsbeschluss zum Zechwald-Areal im Herbst im Stadtrat. „Wenn es gut läuft, haben wir Ende 2027 Baurecht.“

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