Gemeinderat verschiebt Entscheidung zum Landbus

Der Landbus.
Foto: Verkehrsverbund Vorarlberg

Eigentlich hätte der Sigmarszeller Gemeinderat darüber entscheiden sollen, ob die Gemeinde Vertragspartner mit dem Landbus Unterland werden soll, statt der Landkreis mit der Landbus-Gesellschaft. Doch Gemeinderätin Theresia Gsell (Freie Bürgerschaft Sigmarszell) hatte angeregt, erst einmal bei den Nachbargemeinden Scheidegg, Oberreute und Weiler nachzufragen, wie sie es mit den Verträgen halten. Dass die Entscheidung deshalb vertagt wird, dem stimmte der Gemeinderat einstimmig zu.

Ursprünglich sollte der Vertrag zwischen dem Landkreis Lindau und der Landbus-Gesellschaft geschlossen werden, erklärte Bürgermeister Jörg Agthe auf der jüngsten Gemeinderatssitzung. Hintergrund ist, dass die Landbuslinie 19 in das ÖPNV-Konzept des Landkreises integriert wurde. Seit Dezember 2024 fährt der Landbus mit den beiden Linien 126 und 121 halbstündlich zwischen Niederstaufen und Hohenweiler.

Die rund 20.000 Euro jährlich, die die Busanbindung kostet, teilen sich Landkreis und Gemeinde hälftig. Vereinbart zwischen Landkreis und Gemeinde sei ursprünglich gewesen, dass der Landkreis Vertragspartner mit der Landbus-Gesellschaft werde, erklärte Bürgermeister Jörg Agthe.

Jüngst sei der Landkreis jedoch an die Gemeinde herangetreten und habe darum gebeten, dass die Gemeinde den Vertrag mit der Landbus-Gesellschaft abschließen möge. Warum, „ist nicht klar“, sagte der Bürgermeister. Nachteil für die Gemeinde sei lediglich, dass sie den gesamten Betrag vorstrecken müsse. Aktuell fährt der Landbus ohne Vertrag.

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