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Eltern und Schulleitung machen Elterntaxi-Problem in Gemeinderat nochmal deutlich
„Wir müssen etwas tun“, sagte Bürgermeister Hans Kern in der Sitzung des Gemeinderats in Bezug auf das Thema Elterntaxi. Dass es morgens und mittags unterhalb der Weißensberger Grundschule zu Verkehrschaos kommt, hat Kolumna bereits thematisiert. Einige Eltern und die stellvertretende Schulleiterin bekräftigten in der Sitzung den Ernst der Lage.
Er habe sich länger mit dem Thema beschäftigt, so Kern. Er verwies auf eine Studie des Auto Club Europa, die besage, dass sich 41 Prozent der Eltern, die ihre Kinder in die Schule bringen, nicht an die Verkehrsregeln halten. „Das Problem ist schon auch selbstgemacht“, sagte Kern.
„Eigentlich haben wir dort Tempo 10, aber die werden von den meisten überschritten.“ Die Situation sei für Kinder vor allem dort gefährlich, wo Leute rückwärts aus Parklücken herausfahren. „Da besteht die Gefahr, dass Kinder übersehen werden.“
Das bestätigte auch eine Mutter, die gemeinsam mit einigen anderen als Gast in die Sitzung gekommen ist. Sie kenne die Situation gut und sei selbst von einem ausparkenden Auto schon einmal fast übersehen worden, berichtet sie.
Ich bin 1,70 Meter und wurde nicht gesehen, wie ist das dann bei Kindern?
Die müssten sich zwischen den vielen Autos am Morgen einen Weg suchen, damit sie nicht überfahren werden, sagte sie.
Christian Heiling (Freie Wählerschaft) brachte das Thema Schülerlotsen in die Diskussion ein. Er kenne das Prinzip von vielen anderen Schulen, wie der Reutiner Grundschule. Auch Gemeinderat Fabian Göhl hatte in seinem Antrag, der auf gefährliche Stellen auf dem Schulweg hinwies, das Konzept Schülerlotsen vorgeschlagen.
Bisher meldet sich niemand als Schülerlotse.
Die Gemeinde habe schon mehrfach über das Amtsblatt nach Schülerlotsen gesucht – allerdings kam keine Rückmeldung, sagte Martin Steur (Freie Wählerschaft). Er sehe die Eltern in der Verantwortung. Schließlich seien auch sie es, die den Verkehr auf dem Schulweg verursachen. „Das ist ein Aufruf an die Eltern, tätig zu werden.“
Renate Stegmüller (Freie Bürger) stellte klar, was unter Schülerlotsen gemeint sein sollte. „Die Grundschulkinder sind zu klein, um Schülerlotsen zu sein.“ Das müssen dann schon die Eltern machen.
In dem aktuellen Antrag von Gemeinderat Göhl ging es auch um gefährliche Situationen in der Kirchstraße, einige hundert Meter von der Schule entfernt. Autos würden sich nicht an das Tempolimit 30 halten, schreibt er. Außerdem fordert er dort einen Zebrastreifen.
Tempoüberschreitung in der Kirchstraße sei kein Problem
Bürgermeister Hans Kern verwies auf eine Verkehrsmessung, die er an drei Tagen im August dort beauftragt habe. Die Messung zeigte, dass Tempoüberschreitungen selten und gering waren. „Es wird immer Überschreitungen geben, das ist klar.“ Allerdings sehe er keinen Handlungsbedarf.
Bürgermeister Kern schlug vor, dass er in der nächsten Sitzung am 6. November seine Vorschläge zur Verbesserung der Situation in der Schulstraße und dem Parkplatz unterhalb der Schule vorstelle.
Dann könnten vonseiten des Gemeinderats immer noch weitere Forderungen oder Vorschläge kommen, sagte er in Richtung Fabian Göhl, der auf einzelne Punkte seines Antrags aufmerksam machte. „Warten wir das doch erst einmal ab“, sagte Kern. Auch über einen Zebrastreifen soll im November beraten und abgestimmt werden.
„Gut, dass sie etwas unternehmen“, sagte Renate Würfel, stellvertretende Schulleiterin. „Das ist ein Riesenproblem und seit Jahren ein heißes Thema.“
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