Drei Stadtratsgruppierungen fordern Neubau oder umfassende Sanierung der Grundschule Zech

Mehrere Gebäude und ein grauer Platz.
Die Grundschule in Zech.
Foto: Christian Flemming

Laut CSU, Freien Wählern und Freien Bürgern soll das am besten im Zusammenhang mit dem geplanten Zechwaldareal passieren. Warum das unter finanziellen Gesichtspunkten ein Vorteil sein könnte.

Das neue Zentrum von Zech soll auf der 30.000 Quadratmeter großen Industriefläche stehen, die vielen Lindauerinnen und Lindauern als Kunert-Areal bekannt sein dürfte. Die Bürgerbeteiligung für das Projekt ist abgeschlossen, im Juli werden die Ergebnisse des Architektenwettbewerbs vorgestellt.

CSU, Freie Wähle und Freie Bürger wollen die Gelegenheit nun nutzen. Sie finden: In diesem Zusammenhang sollte die Grundschule in Zech erneuert werden.

Wie bei allen größeren Lindauer Bauprojekten wird auch im Zechwaldareal die sozialgerechte Bodennutzung (Sobon) angewandt. Das bedeutet: Bauträger sind in der Regel verpflichtet, mindestens 30 Prozent des entstehenden Wohnraumes für untere und mittlere Einkommensgruppen zur Verfügung zu stellen. Zudem werden sie an den Folgekosten ihrer Planung beteiligt. Bei den jüngsten Lindauer Bauprojekten geschah das zum Beispiel dadurch, dass Kindergärten für die Kinder im Wohngebiet gebaut wurden.

Im Einzelfall kann die Stadt zulassen, dass anstelle geförderten Wohnraums andere dem Allgemeinwohl dienende Projekte entstehen.

Grundschule habe eine marode Bausubstanz

CSU, Freie Wähler und Freie Bürger fordern jetzt, dass die Sobon-Mittel aus der Entwicklung des Zechwaldareals dazu genutzt werden, die Zecher Grundschule zu ertüchtigen. Die Stadt Lindau solle die planerische Grundlage für einen Neubau oder „einen umfassenden, modernen und klimagerechten Umbau“ der Grundschule in Zech erarbeiten, heißt es in einem interfraktionellen Antrag.

Die Prüfung, ob sich Neubau oder Sanierung besser einigen, solle ergebnisoffen erfolgen. Das Schulamt soll den Raumbedarf ermitteln, das Hochbauamt ein Planungskonzept erstellen.

In die Planungen sollen neben der Stadtverwaltung auch die Schulleitung der Grundschule Reutin-Zech sowie die Verantwortlichen von Rhomberg Bau miteinbezogen werden. Das ist die Firma, der das ehemalige Kunert-Areal gehört und die es bebauen will. Die Ergebnisse des städtebaulichen Wettbewerbs sollen in die Standortentscheidung einbezogen werden.

Die Grundschule habe aktuell eine „sehr marode Bausubstanz“, heißt es in dem interfraktionellen Antrag der drei Gruppierungen. „Die anstehende Entwicklung des Zechwaldareals eröffnet die Chance, die schulische Infrastruktur zukunftsorientiert weiterzuentwickeln – sei es durch einen Neubau oder einen tiefgreifenden, klimagerechten Umbau am bestehenden Standort.“

Synergien könnten genutzt werden

Die „konsequente Weiterentwicklung“ des Grundschulstandorts Zech sei „zwingend erforderlich“. Schließlich habe sich der Stadtrat in Sachen Schulentwicklung mehrheitlich dafür entschieden, die verschiedenen Lindauer Schulstandorte in mehreren Einzelprojekten zu ertüchtigen.

Dafür werden Prioritäten vergeben. An der Grundschule Zech sollte unter anderem der Schulhof für 85.000 Euro aufgewertet werden. Wenn euch das Thema näher interessiert, könnt ihr es hier nachlesen. 

Durch die „gezielte Nutzung“ der Sobon-Mittel könne die Stadt einen bedeutenden Teil der notwendigen Investitionen unabhängig von externen Förderprogrammen aufbringen, glauben die Vertreterinnen und Vertreter der drei Fraktionen. „Gleichzeitig lassen sich Synergien mit der städtebaulichen Entwicklung des Zechwaldareals nutzen.“

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