Bunt, wild und fröhlich: So war der Dämmersprung in Weißensberg

Der Dämmersprung in Weißensberg. Fotos: Susi Donner

Weißensberg hat sich am Samstag in einen bunten Hexenkessel verwandelt. Sage und schreibe 54 Zünfte, Vereine und Musikgruppen aus der weiten Region zogen zum traditionellen Narrensprung durch die Straßen der 2700-Einwohner-Gemeinde. Für diesen Nachmittag hat Weißensberg seine Einwohnerzahl gefühlt verdreifacht.

Ab 16 Uhr schlängelte sich die närrische Parade durch Linden-, Kirch- und Schulstraße. Geister, Hexen, Teufel, Burgnarren, Bären und vieles mehr zeigten ihre prachtvollen Häser, begleitet von Radau aus großen Bluetooth-Boxen und dem mitreißenden Rhythmus der Lumpenkapellen, des Trommlerzugs Lindau-Aeschach, des Fanfarenzugs Inselstadt Lindau und der Hexenmusik Schönau. Dazu gab es viel bunten Rauch.

Melanie Flax, Präsidentin des Weißensberger Narrenvereins, der Gastgeber des Narrensprungs war, moderierte den Umzug charmant, witzig und informativ, unterstützt von ihrem Vater und Ehrenpräsident Roland Flax. An der Kirche kommentierten Joe Gapp und seine Nichte Anna das bunte Treiben. Der Umzugsweg selbst hatte es in sich: Erst bergab durch die Kirchstraße, dann den Kirchbuckel hinauf – eine echte Herausforderung im Häse und hinter den schweren Masken.

Hier könnt ihr euch durch die Bilder des Umzugs klicken: 

Entlang der Strecke sorgten Stände der Ortsvereine für feste und flüssige kulinarische Stärkung. Die Narren selbst waren äußerst freundlich und rücksichtsvoll – besonders gegenüber Kindern, für die bei Angst auch mal die Maske abgenommen wurde.

Für Selfies standen sie ebenso bereit, wie für kleine Neckereien: Schwupp, die Mütze weg, die Schuhbändel verknotet oder Papierschnipsel liebevoll ins Haar gerieben, und junge Mädchen wurden kurzerhand geschultert und ein Stück des Wegs mitgenommen. Die kleinen und großen Zuschauer wurden spielerisch in das närrische Spektakel eingebunden. Alles mit einem Augenzwinkern.

Showeinlagen wie Pyramiden in den verschiedensten Ausführungen beeindruckten die Zuschauer – jede einzelne ein Kraftakt im schweren Häs und mit der eingeschränkten Sicht unter den Masken. Dazu gab es Hexenstarts und Sauhaufen und vieles mehr.

Die schwäbisch-alemannische Fasnacht zeigte sich in Weißensberg von ihrer schönsten Seite. Die Hästräger boten ein völlig verrücktes, fröhliches Spektakel, bei dem Groß und Klein ihre Freude hatten. Nach dem Umzug lockten die Festhalle, das Discozelt und das Metalzelt zum Weiterfeiern.

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