Nach seiner konstituierenden Sitzung ist der Nonnenhorner Gemeinderat bereit für die neue Legislaturperiode. Und Rainer Krauß darf sich nun ganz offiziell „Altbürgermeister“ nennen.
Jetzt kann die neue Amtsperiode des Nonnenhorner Gemeinderates beginnen: Bei seiner ersten Sitzung in der frisch angebrochenen Legislaturperiode wurden der neue Bürgermeister Tobias Pellot und die neuen Gemeinderäte vereidigt. Dann wählte der frisch konstituierte Rat Thomas Gierer zum zweiten und Uwe Burgtorf zum dritten Bürgermeister. Und als letzte Tat in seiner ersten Sitzung verlieh das Gremium Rainer Krauß die Ehrenbezeichnung „Altbürgermeister“.
Zur Begrüßung hatte Bürgermeister Tobias Pellot jedem Gemeinderat eine besondere Tafel Schokolade auf den Platz gelegt. Und auch sonst war die Stimmung im Sitzungssaal des Rathauses freundschaftlich und gut gelaunt. Unter den Zuschauern waren neben Nonnenhorns ehemaligem Bürgermeister Krauß auch die Eltern des neuen Bürgermeisters.
Rainer Krauß (links neben Tobias Pellot) darf sich jetzt ganz offiziell „Altbürgermeister“ nennen. Foto: Isabel de Placido
Antje Gierer war an diesem Abend die dienstälteste Gemeinderätin im Raum, Uwe Burgtorf war verhindert. Darum durfte sie Pellot vereidigen. Sie lobte dessen Engagement in der Gemeinde: „Man merkt, dass du mittendrin sein willst“, sagte sie. Das sei keine Selbstverständlichkeit. Mit dieser Art schicke sich Pellot an, in die Fußstapfen seines Vorgängers zu treten.
Antje Gierer vereidigt Tobias Pellot.
Die neuen Gemeinderäte David Schäfer, Wolfgang Geser und Maria Anna Stoppel ließ Pellot einzeln den Eid sprechen.
Das hätte der neue Bürgermeister niemals für möglich gehalten
In seiner Antrittsrede kokettierte der aus Baden-Württemberg stammende Pellot damit, dass er es niemals für möglich gehalten habe, jemals Bürgermeister einer kleinen bayerischen Gemeinde zu werden.
Vor allem auch deshalb nicht, weil er schon in jungen Jahren schlechte Erfahrungen damit gesammelt hatte, Bürgermeister in einem Dorf in Bayern zu sein. Damals hatte er diese Rolle im Computerspiel „Das Amt“ übernommen und musste über sechs Jahre hinweg ein Dorf verwalten. „Das war ziemlich zäh.“
Ganz und gar nicht zäh, sondern „spannend“ und „sehr abwechslungsreich“habe er die vergangenen Tage erlebt, in denen er als Bürgermeister von Nonnenhorn agiert habe.
Den Gemeinderäten dankte er dafür, dass sie Verantwortung übernehmen wollen. Auch für Entscheidungen, die nicht jedem recht seien und auch nicht ohne Diskussionen blieben. Das gelte es auszuhalten. „Aber das schaffen wir“, war er sich sicher und hoffte auf einen guten Umgang innerhalb des Gremiums.„Uns verbindet der gemeinsame Auftrag, für ganz Nonnenhorn zu denken. “
Sitzungsgeld wird erhöht
Mit der Wahl seiner beiden Stellvertreter folgte das Gremium Pellots Vorschlägen. Thomas Gierer war bereits in der vorangegangenen Legislaturperiode zweiter Bürgermeister gewesen und war zudem mit über 1000 Stimmen Stimmenkönig der aktuellen Wahl.
Thomas Gierer. Foto: Max Knörle
Ihm war Burgtorf mit über 900 Stimmen gefolgt. Weil früher einmal der außergewöhnliche Fall eingetroffen war, dass alle drei Bürgermeister an einem Tag verhindert waren, einigte sich das Gremium zudem darauf, Claudia Berle als Vertreterin der Bürgermeister aus der Mitte des Gemeinderates zu benennen. Zudem entschied der Rat, das Sitzungsgeld von bisher 30 auf 40 Euro pro Sitzung zu erhöhen.
Uwe Burgtorf. Foto: Max Knörle
Weiterhin benannte das Gremium die Mitglieder und deren Stellvertreter für dieAusschüsse und Verbände. Da Bau- und Tourismusangelegenheiten in der Vergangenheit stets vom gesamten Gremium besprochen wurden, strich der Rat diese beiden Ausschüsse. Mit dieser Legislaturperiode wird es nur noch den Rechnungsprüfungsausschuss geben.
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