Kommunalpolitik hat ihn schon in der Jugend interessiert

Roland Freiberg. Foto: BU

32 Jahre lang war Roland Freiberg im Lindauer Stadtrat – seit Mai ist er nicht mehr Teil des Gremiums. In dieser Serie verabschiedet Kolumna die scheidenden Stadträtinnen und Stadträte sowie Gemeinderätinnen und Gemeinderäte: Was war ihre größte Herausforderung? Worauf sind sie besonders stolz? Und was werden sie sicher nicht vermissen?

Was hat Sie damals motiviert, zu kandidieren?

Ich habe mich schon in meiner Jugend für  Kommunalpolitik interessiert. Verantwortung zu übernehmen und konkret vor Ort etwas zu bewegen war mir ein Anliegen. Ich war damals in der Jungen Union aktiv und wir traten bereits 1984 mit einer eigenen Liste zur Stadtratswahl an. Unser damaliger Spitzenkandidat Hermann Kreitmeir schaffte damals auch den Einzug in den Stadtrat.

Auf welches Projekt sind Sie während Ihrer Zeit als Stadtrat besonders stolz?

Die Einführung des neuen Stadtbus-Systems  im Jahre 1994 (Rendezvous-System); Den Bürgerentscheid im Jahre 2022 zur Nichtbebauung der Hinteren Insel und das überwältigende Votum der Lindauer Bürgerinnen und Bürger. 74,5 Prozent sprachen sich gegen eine Bebauung aus, was eine besonders starke Bindungswirkung für die Stadtpolitik darstellt.

Was war die größte Herausforderung?

Aufgrund der angespannten Finanzsituation sowie des hohen Schuldenstandes der Stadt Lindau war es in den zurückliegenden Jahren jedes Jahr eine Herausforderung einen genehmigungsfähigen Haushalt zu erstellen, der neben den gesetzlichen Pflichtaufgaben noch Mittel für die freiwilligen Aufgaben und angestrebte Projekte bereitstellen konnte.

Gab es eine Entscheidung, die Ihnen besonders schwergefallen ist? Welche war das?   

Die Umsetzung einer Zwei-Bahnhofslösung nach dem Votum der Lindauer Bürgerinnen und Bürger beim Bürgerentscheid vom März 2012 für einen Hauptbahnhof in Lindau-Reutin mit einer eingleisigen Schienenanbindung an die Insel.

Was machen Sie künftig in der gewonnenen Freizeit?

Als Als Vorsitzender der Bürgerunion Lindau werde ich der Kommunalpolitik noch verbunden bleiben und die Arbeit unserer Bürgerunion-Stadträte unterstützen.

Darüber hinaus werde ich mehr Zeit für Beruf, Familie, Sport sowie Freundes- und Bekanntenkreis haben.

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