Den Auftakt macht er am Sonntagvormittag in der Eilguthalle. Kolumna hat die Gelegenheit genutzt, und ihn zum Video-Interview gebeten.
Für seinen Wahlkampfslogan nutzt Yassine Douar das Emotionalste, was Lindau hat: den Titel des Kinderfest-Lieds. „Lindau hoch“, steht auf den grünen Plakaten, die bereits in der Stadt verteilt sind. Und weiter: „Du kannst mehr.“
Wer den QR-Code auf diesen Plakaten gescannt hat, hat eine Einladung in die Eilguthalle bekommen. Dort hat sich der 39-Jährige am Sonntagvormittag bei einem Weißwurstfrühstück vorgestellt. Rund 70 Interessierte sind der Einladung gefolgt: Unterstützerinnen und Unterstützer, Familie, Freunde und Neugierige.
Sie sind gekommen, glaubt Douar, weil die Worte auf den Plakaten ein „gewisses Gefühl hervorgerufen haben“. Denn „Lindau hoch“, das sei für ihn nicht nur die „lyrische Liebeserklärung“ an die Stadt. „Ich sehe viel Potenzial, das wieder gehoben werden muss“, sagt er. Darum will er bei der Kommunalwahl am 8. März 2026 für das Amt des Lindauer Oberbürgermeisters kandidieren.
Hier geht’s zum ausführlichen Video-Interview:
Yassine Douar ist Teil der Projektdrei GmbH, die das „Schütziger am See“ auf der Hinteren Insel betreibt. Außerdem ist er für die betriebswirtschaftliche Steuerung in der Zahnarztpraxis seiner Frau verantwortlich und ist seit zwei Jahren Vorsitzender der Interessensgemeinschaft „Zukunft Insel“, einem Zusammenschluss von Lindauer Händlerinnen und Gastronomen. Er kommt aus dem Saarland und lebt seit 2020 in Lindau.
Er hat nach einem rechts- und betriebswirtschaftliches Studium unter anderem als Justiziar für die CDU Baden-Württemberg gearbeitet, war eine Zeit lang Finanzchef bei einem Energieversorger und Vize-Präsident des „Schweizerisch-Deutschen Wirtschaftsclub Baden-Württemberg“. Zudem, so sagte er am Sonntag, habe er bereits mehrere Unternehmen gegründet.
Mindestens drei Kandidatinnen und Kandidaten soll es geben
Um die Wahlkampf-Kampagne kümmert sich die Lindauer Werbeagentur von Robert Kainz. Mit Douars Vorstellung am Sonntag hat der OB-Wahlkampf offiziell begonnen.
Mindestens drei Kandidatinnen und Kandidaten wird es geben: Lindaus amtierende Oberbürgermeisterin, Claudia Alfons, hat bereits vor einiger Zeit angekündigt, dass sie wieder kandidieren wird.
Und auch die CSU wird einen Kandidaten oder eine Kandidatin stellen. Einen Namen verraten wird sie wohl erst nach der Sommerpause, wie Fraktionsvorsitzende Jasmin Sommerweiß am Sonntagvormittag in der Eilguthalle sagte. Sie selbst ist in der engeren Auswahl.
4 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort
„Lindau hoch“ – sagt ausgerechnet Yassine Douar.
Das ist der Mann, dessen Verein, die Interessengemeinschaft Zukunft Insel, dafür gesorgt hat, dass die Gastronomie beim Kinderfest die Rollläden unten ließ. Klingt weniger nach „hoch“, eher nach „zu“.
Sein politisches Programm? Das will er jetzt bis September beim Smalltalk mit Bürgerinnen und Bürgern zusammenstückeln. Etwas spät, oder? Das wirkt, als würde ein Koch erst mal Gäste fragen, was sie gern essen – während die Küche schon läuft.
Und was hat die „Zukunft Insel“ bislang eigentlich bewegt? Die Zukunft lässt auf sich warten, die Gegenwart bleibt chaotisch: Öffnungszeiten wie beim Überraschungsei – mal offen, mal nicht – und von einem attraktiven Besuchererlebnis inklusive Parkhaus-Kundenfreundlichkeit ist noch wenig zu sehen.
Kurz: Wer Lindau wirklich „hoch“ bringen will, sollte weniger in Slogans denken – und mehr ins Machen kommen.
Ich habe selten so Ei inhaltsleeres Interview gehört!
Gut dass Sie im Interview immer wieder versuchen, Herrn Douar einen Hauch von Konkretisierung zu entlocken, Frau Baumann-Scheyer. Schade dass er sich darauf nicht einlassen mag.
Bitte nicht „Lindau Hoch“ politisieren…