In Nonnenhorn könne die Mittagsbetreuung grundsätzlich ab Schulschluss bis 16 Uhr stattfinden, in der Grundschule stehen zwei Räume dafür zur Verfügung. Betreut werden die Kinder von einer pädagogischen Fachkraft und zwei Helferinnen.
Wasserburg kann den Anbau an die Grundschule nicht finanzieren
Wasserburg hatte eigentlich geplant, das Grundschulgebäude für eine Mittagsbetreuung zu erweitern. Wegen der prekären Haushaltslage sind diese Pläne vorerst auf Eis gelegt. Aber, so versicherte Bürgermeister Harald Voigt, „wir bekommen alle Kinder, die ab nächsten Jahr einen Rechtsanspruch haben, unter“. Sprich: Erstklässler haben Priorität.
In Wasserburg können die Eltern zwischen der normalen Mittagsbetreuung von elf bis 14 Uhr und der verlängerten Mittagsbetreuung von elf bis 16 Uhr wählen. Die Betreuung findet im Bürgerbegegnungshaus statt. Die derzeit 82 Kinder werden von einer pädagogischen Fachkraft und ihrem Team betreut.
Bodolz kommt schon jetzt an seine Grenzen
Auch in Bodolz kommt die Mittagsbetreuung bereits an ihre Grenzen. Aber es gibt einen Plan. Sobald die neue Kita 2027 fertig ist, können die Schulkinder in den alten Kindergarten einziehen und hier betreut werden. „Der Schulstandort Bodolz gewinnt dann an Qualität“, ist sich Bürgermeister Felix Eisenbach sicher. Denn dann stünden mehr Räume zur Verfügung und auch der Pausenhof sei schöner und grüner.
Aktuell sind etwa 60 Kinder in der Mittagsbetreuung. In einem Raum mit Küche wird zu Mittag gegessen, die Hausaufgabenbetreuung samt Förderungen findet in den Klassenzimmern statt.
Bei der Ferienbetreuung wollen die Seegemeinden sich zusammentun
Ab 2026 haben Eltern auch Anspruch auf Ferienbetreuung. Schulen dürfen dann nur noch drei Wochen im Jahr schließen. Das macht den drei Gemeinden am See noch zu schaffen. Deshalb wollen sich Nonnenhorn, Wasserburg und Bodolz zusammentun. Sie seien erst ganz am Anfang der Planung, sagt Nonnenhorns Bürgermeister Rainer Krauß. “Was es nicht gehen wird ist, dass die Kommunen auf den Kosten für die Ferienbetreuung sitzen bleiben. Die muss nahezu kostendeckend sein“, sagt Rainer Krauß.
Das Thema der Ferienbetreuung sei im gesamten Landkreis, besonders bei den ländlicheren Gemeinden, eine große Herausforderung, schreibt Sibylle Ehreiser, Sprecherin des Landratsamts, auf Nachfrage. Man wolle dem auch mit Angeboten des Kreisjugendrings begegnen. Der Gesetzgeber sei dabei, Vorgaben nachzujustieren, sodass auch Angebote der Jugendarbeit den Rechtsanspruch erfüllen.
Ein Punkt, der in allen Gemeinden nicht endgültig geklärt ist, ist die Finanzierung. Laut Ehreiser sollten die Betreuungszeiten für die Familien finanzierbar sein, andererseits stünden die Gemeinden insgesamt „unter erheblichem finanziellem Druck in einem Kostensegment, das nur schwer zu kalkulieren ist“.