Seit Januar sind bei der österreichischen Polizei vermehrt Betrugsanzeigen in Zusammenhang mit fingierten Vignettenverkäufen eingegangen. Woran man Betrüger erkennt und was tun kann, wer Opfer wurde.
Für alle, die regelmäßig im Nachbarland Österreich unterwegs sind, ist der Kauf der Jahresvignette eine Routine am Jahresanfang. Nun ploppen aber immer mehr falsche Internetshops auf, die zum Teil mit unschlagbaren Angeboten locken, dann aber richtig viel Geld vom Konto der Opfer abziehen.
Immer wieder gehen bei der österreichischen Polizei deswegen Anzeigen ein, in letzter Zeit häufiger. Die Opfer hatten im Internet nach der Homepage der österreichischen Autobahnfinanzierungsgesellschaft Asfinag oder nach Verkaufsseiten für Vignetten gesucht.
Die Betroffenen landeten dann auf Seiten, die täuschend echt aussehen, jedoch gefälscht sind. Sie wurden aufgefordert, ihre Bank- oder Kreditkartendaten einzugeben.
„Später stellten die Betroffenen fest, dass weitaus höhere Beträge vom Konto abgebucht worden sind“, schreiben österreichische Polizei und Asfinag in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Eine gültige Vignette gibt es bei diesen Fakeshops nicht zu kaufen.
Das empfiehlt die Asfinag
Im Internet gibt es zudem zahlreiche Anbieter, die zwar Vignetten verkaufen, auf den Vignettenpreis aber Gebühren draufschlagen.
„Diese Verkäufer sind nicht autorisiert“, heißt es in der Pressemitteilung – deswegen appelliert die Asfinag, Vignetten online ausschließlich über deren Mautshop und nicht über andere Websites zu kaufen.
Die Polizei erklärt, woran man einen Fake-Vignettenshop erkennt.
Die Täter tauschen oft einfach einen Buchstaben (z.B. „l“ statt „i“) oder verwenden eine andere Domain (anstatt „.at“), die korrekte Adresse lautet www.asfinag.at
Die Startseite sieht täuschend echt aus, weist jedoch sogenannte „tote Links“ auf (Unterseiten sind nicht mehr so detailgetreu nachgemacht oder Links überhaupt nicht erreichbar)
Die Preise bei den Fake-Shops sind meist geringer als beim echten Asfinag-Webshop
Was tun, wenn ich auf einen Fakeshop hereingefallen bin?
Die Polizei empfiehlt, in solchen Fällen sofort die Bank oder den Zahlungsdienstleister zu verständigen, um die Abbuchung wenn möglich zu stornieren und weiteren Zugriff auf das Onlinebanking zu verhindern.
Wer kann, sollte außerdem alle Unterlagen zur Abbuchung speichern und einen Screenshot der benutzten Domain anfertigen. Und dann unbedingt bei der nächsten Polizeidienststelle eine Anzeige erstatten.
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