Kinderfest mit bunten Schirmen, Liedern und guter Laune, Partystimmung im Festzelt und die Vereins-Olympiade – so war das viertägige Hergensweiler Fest. Von Susi Donner und Thomas Bergert
Strömender Regen, matschige Wiesen – und trotzdem: ein Kinderfest, wie es schöner kaum hätte sein können. In Hergensweiler ließ man sich am Samstag nicht vom Wetter entmutigen. Die Kinderfestspiele am Vormittag – Michael Bihler, Vorsitzender des Kinderfestfördervereins, nannte sie scherzhaft „Wasserspiele“ – der verkürzte Festumzug am Nachmittag und der feierliche Festakt auf dem Theo-Bihler-Platz fanden wie geplant statt.
„Kinderfest ist, wenn man trotzdem hingeht“, rief Michael Bihler der Menge unter seinem gepunkteten Schirm zu – und sprach damit aus, was alle dachten. Eltern, Kinder, Musiker, Feuerwehr und viele Helfer hatten sich trotz des Regens auf den Weg gemacht – und wurden mit einem stimmungsvollen Nachmittag belohnt.
Michael Bihlers Großvater Theo Bihler, der einst Bürgermeister in dem Dorf war, hat das Hergensweiler Kinderfest gegründet. „Mein Opa und seine Freunde haben gesagt: ‚Für die Kinder braucht es was‘ und deswegen haben sie das gemacht“, erzählt Bihler. Das war 1967.
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Der Festakt auf dem Platz sorgte für besonders emotionale Momente. Der Grundschulchor unter Leitung von Oskar Bihler, begleitet am Klavier von Martin Tröbersberger, sang sich in die Herzen der Zuhörer – mit dem Kinderfestlied, der Bayernhymne und der Deutschlandhymne. Der Musikverein Hergensweiler begleitete sowohl den Umzug als auch den Festakt musikalisch. Den feierlichen Kinderfestprolog, geschrieben von Conny Würtz, trugen Amelie, Lenia und Sophie mit beeindruckender Klarheit vor.
Ein Highlight – und zugleich eine amüsante Szene – war der Luftballonstart. Zwischen Regenschirmen und Regentropfen erhoben sich die biologisch abbaubaren Ballons nur zögerlich in den Himmel – um wegen ihrer Regenlast recht bald wieder zu sinken. „Dieses Jahr gewinnt wohl der, der es bis Stockenweiler schafft“, kommentierte Michael Bihler lachend. Ganz bewusst wurde bei den Luftballons auf kompostierbare Materialien gesetzt – der Umwelt zuliebe.
Auch Bürgermeister Wolfgang Strohmaier nahm’s mit Humor. In orange getönter Sonnenbrille meinte er augenzwinkernd: „Bei mir wäre echt schönes Wetter, wenn es nicht regnen würde.“
Nach dem offiziellen Teil wurde im Festzelt weitergefeiert. Zwar musste auf manche Programmpunkte wie das Kinderfestbähnle oder die Kartbahn verzichtet werden, doch dem Spaß und dem geselligen Miteinander tat das keinen Abbruch. Eingebettet war das Kinderfest in das viertägige Hergensweiler Fest, das mit einem abwechslungsreichen Programm aus Blasmusik, Partyabenden und viel Dorfleben zahlreiche Besucher anzog.
Auch schon am Eröffnungstag war das Zelt – bei freiem Eintritt – sehr gut besucht und die Stimmung der anwesenden Besucher war bestens.
Am Freitag spielten die Allgäu Feager – dabei kam ganz besonders die jüngere Generation auf ihre Kosten und ein großer Teil des voll besetzten Festzeltes stand häufig auf den Bierbänken und feierte die Band.
Am Samstag startete die Partynacht dann ab 19 Uhr im Festzelt bei freiem Eintritt mit „Die 4 lustigen 5“. Danach rundet der Auftritt der Band „Vielsaiter“ den Tag ab.
Am Sonntag fand die Vereinsolympiade statt. Unterschiedlichste Vereine traten bei verschiedenen Spielen gegeneinander an.