Schon wieder gehen gefährliche Japankäfer in Lindau in die Falle

Ein Käfer mit einer Grafik.
So erkennt man den Japankäfer.
Foto: Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL)

Sechs männliche Japankäfer sind im Juli in einer Falle an der A 96 bei Lindau gefunden worden. Wenn der Schädling eingeschleppt wird, kann er enormen Schaden anrichten, wie die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) schreibt. Er attackiert mehr als 400 Pflanzenarten, darunter viele Obstkulturen, Wein, Mais, aber auch Zierpflanzen und Bäume wie Ahorn, Birke oder Linde.

Erst vor einem Jahr war der erste Japankäfer in Bayern aufgetaucht – in Lindau. Auch er tappte in die mit Lockstoffen versehene Falle an der Autobahn. Kurz darauf wurde in einer Falle 4,5 Kilometer entfernt noch ein weiteres männliches Tier gefangen.

Seitdem überwacht die LfL das Auftreten des Schädlings in Bayern mit über 80 Fallen, welche entlang von Verkehrswegen und an Risikostandorten aufgestellt sind.

Käfer sind wohl auf Fahrzeugen eingereist

Noch hat sich der Japankäfer hier offenbar nicht angesiedelt, wie die LfL schreibt. Die Fallen im Umkreis von einem Kilometer um die „fängige Falle“ wiesen keine weiteren Käfer auf. „Auch Fraßschäden an Pflanzen oder der Grasnarbe konnten nicht entdeckt werden.“ Die Experten gehen davon aus, dass die Exemplare auf Fahrzeugen aus Nachbarländern eingereist sind. 

Bis jetzt sind Italien und die Schweiz die einzigen Länder in Europa, in denen Gebiete mit dem Japankäfer befallen sind. „Deshalb werden Verkehrswege aus diesen Ländern nach Deutschland, Umschlagplätze für Waren aus diesen Ländern sowie grenznahe Gebiete überwacht“, schreibt die LfL.

Nach dem Kahlfraß ist kaum noch etwas übrig

Der Japankäfer ist bekannt für seinen Kahlfraß, nach dem von der Pflanze nur die Blattadern und der Stängel oder Stamm übrig bleiben. Die Weibchen legen ihre Eier bevorzugt in feuchte oder bewässerte Grasflächen. Aus den Eiern schlüpfen dann Larven, die Graswurzeln fressen und Schäden an Wiesen und Rasenflächen erzeugen.

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