Wie zum Beispiel Gabi Stokklauser. Die 71-Jährige erzählt, dass sie im vergangenen Jahr zusammen mit ihrem Mann nach Lindau gezogen ist und sich engagieren wollte. Wo und wofür, das wusste sie damals noch nicht. Deshalb sei sie erst einmal ins Ehrenamt-Büro gegangen und habe sich beraten lassen.
Die Entscheidung fiel dann auf „Einzelbetreuung“. Seit Oktober sorgt Gabi Stokklauser also dafür, dass eine 87-jährige gehbeeinträchtigte Dame ihre Wohnung verlassen kann und „rauskommt“. Zweimal in der Woche holt sie sie ab und geht mit ihr auf den Markt oder in den Supermarkt.
Klar könnte ich die Einkäufe auch zu ihr bringen, das würde viel schneller gehen.
Aber es gehe darum, dass die Dame das Haus verlasse. Ab und an geht Gabi Stokklauser mit ihr sogar ins Theater. Warum sie das macht? Diese Aufgabe bringt Struktur in ihre Woche. Am wichtigsten aber ist: „Die Freude, mit der sie mich immer empfängt, ist toll.“
Was das Ehrenamt-Büro, von dem Gabi Stokklauser gesprochen hat, eigentlich ist, erklärt Werner Berschneider, der dem Team der Stiftung der Sozialstation angehört und der zahlreiche weitere Ehrenämter bekleidet.
So funktioniert die Anlaufstelle für Ehrenamtliche
Das Ehrenamt-Büro nennt sich richtig „Service Punkt Ehrenamt“ und ist eine Plattform für alle, die Ehrenamtliche für Vereine, aber auch für kurz angelegte Projekte suchen. Das Büro ist auch für all jene da, die sich engagieren möchten und eine Aufgabe suchen. „Die IT kümmert sich dann drum, dass es matched“, sagt er und verweist auf das Büro in der Köchlinstraße 13, in dem Gaby Zobel und Susanne Kainz-Unterkirchner persönlich beraten.
Hintergrund ist, dass es seit geraumer Zeit schwierig ist, Menschen zu finden, die sich für etwas engagieren wollen, ohne etwas dafür bezahlt zu bekommen. Egal in welchem Bereich. Die neue Plattform soll dem entgegenwirken.
1 Kommentar. Hinterlasse eine Antwort
Danke für die tolle Berichterstattung
Gruß Gaby Zobel ♥️