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Gute Nachrichten für junge Familien in Hergensweiler: Der Gemeinderat hat den Weg für den Neubau der Kindertagesstätte St. Ambrosius freigemacht. In seiner jüngsten Sitzung stellte das Gremium sowohl den Bedarf an 130 Betreuungsplätzen fest als auch die Umsetzung des geplanten Kita-Neubaus. Beide Beschlüsse sind Voraussetzung dafür, dass die Gemeinde einen Förderantrag bei der Regierung von Schwaben stellen kann.
Die Grundlage für die Entscheidung liefert eine detaillierte Bedarfsanalyse des Landkreises Lindau, gestützt auf das Prognosemodell der Hildesheimer Planungsgruppe. Dabei geht es nicht nur um die Zahl der Kinder, sondern auch um die tatsächlichen Bedürfnisse der Eltern – etwa Betreuungszeiten, Buchungsmodelle und Ganztagsangebote. „Ziel ist eine kindgerechte Betreuung, Bildung und Erziehung – in der passenden Qualität und mit ausreichender Kapazität“, betonte die stellvertretende Bürgermeisterin Sibylle Englmann, die die Sitzung leitete.
Laut Prognose ist in den kommenden Jahren mit einem leichten, aber stetigen Anstieg der Kinderzahlen zu rechnen – besonders im Krippen- und Kindergartenbereich. Die Gründe: der Zuzug junger Familien und die wachsende Attraktivität des Ortes – verstärkt auch durch das geplante Neubauprojekt selbst.
130 Plätze, sechs Gruppen, moderner Neubau
Auf dieser Basis beschloss der Gemeinderat einstimmig, dass ab dem Kindergartenjahr 2028 ein Bedarf von 130 Betreuungsplätzen besteht. Diese Zahl umfasst Krippen- und Kindergartenplätze und dient als Grundlage für die neue Einrichtung.
Ebenfalls beschlossen wurde die konkrete Umsetzung: Das bestehende Kita-Gebäude wird abgerissen, am selben Standort entsteht ein zweigeschossiger Neubau. Geplant sind vier Kindergartengruppen und zwei Krippengruppen. „Unsere Beschlüsse gehen direkt an die Verwaltung, damit diese den Antrag samt Unterlagen an die Regierung von Schwaben weiterleiten kann“, sagte Englmann.
Siegerentwurf kommt aus Karlsruhe
Die Planung für den Neubau stammt von der Architektengemeinschaft um Gerd Gassmann mit seinen Kollegen Lisa Schneider und Peter Hoffmann aus Karlsruhe. Ihr Entwurf hatte sich im Februar 2024 im Rahmen eines Realisierungswettbewerbs durchgesetzt. Die neue Kita soll nicht nur mehr Platz bieten, sondern auch modernen pädagogischen Anforderungen gerecht werden. Mit den beiden Beschlüssen ist nun ein weiterer Schritt gemacht.



