Neue Pflastersteine, Barrierefreiheit und mehr Rasen
Seit Baubeginn im Oktober 2024 hat sich auf dem Dorfplatz einiges getan. Neue Granitpflastersteine sind verlegt und Hochbeete mit Blumen wurden aufgestellt. Der Eingang ins Haus Sigmar wurde mit einer Rampe barrierefrei gemacht, die Wege des Friedhofes sind neu gepflastert.
Ein großer Teil der Parkplätze wurde umverlagert – dadurch konnte Fläche entsiegelt und mehr Rasenfläche geschaffen werden.
An den übrig gebliebenen Parkplätzen können künftig auch E-Autos laden, außerdem gibt es neue Fahrradstellplätze.
1,03 Millionen Euro für die Sanierung
Insgesamt kosteten Umbau und Sanierung 1,03 Millionen Euro. Alleine hätte die Gemeinde sich das nicht leisten können. Immer wieder diskutierte der Gemeinderat über das Projekt, zweimal hatte man sich erfolglos um Zuschüsse beworben, zwischenzeitlich das Projekt sogar aufgegeben.
Dann kam der 4. Mai 2024. Ein wichtiger Tag für den Dorfplatz, wie auch Jörg Agthe am Sonntag betont. Kurz vor den Europawahlen brachten Michaela Kaniber, bayerische Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, und Europaminister Eric Beißwenger einen großen Förderbescheid in das kleine Dorf. Sie hatten fast 430.000 Euro für die Dorferneuerung dabei.
Durch eine lebendige Dorfmitte werde Leben in ein Dorf eingehaucht, sagt Eric Beißwenger bei der Einweihung am Sonntag. 60 Prozent der Menschen in Bayern lebten in Dörfern, so der Europaminister. Sie seien das aktive Rückgrat des Landes. „Deshalb unterstützen wir das Projekt.“
Auslöser für die Sanierung des Dorfplatzes waren übrigens marode Regenwasserkanäle. Drumherum kamen Überlegungen hinzu, ob und wie die Ortsmitte generell aufgewertet werden kann.
„Aus der Not hat man eine Chance gemacht“, sagt Landrat Elmar Stegmann in seiner Rede. Die Ortsmitte sei jetzt auch städtebaulich aufgewertet worden. Ein solcher Platz werde allerdings nicht von alleine zum Ort der Begegnung – es seien die Menschen, die ihn zu einem solchen machen.
Wettkämpfe lassen den Dorfplatz aufleben
Für jede Menge Spaß sorgt bei dem Fest der neu gegründete Narrenverein Sigmarszeller Bären. Als Programm für den Nachmittag hatte der sich etwas einfallen lassen: Auf der Wiese direkt neben dem Dorfplatz finden die ersten Sigmarszeller Bärenfestwettkämpfe statt.
Schon früher habe es an diesem Ort das Bärenfest gegeben, erklärt Bürgermeister Agthe. Der Bär ist auch auf dem Wappen der Gemeinde abgebildet. Er ist das Attribut des heiligen Gallus, nach dem die Pfarrkirche geweiht ist.