Nach dem tödlichen Unfall am Mittwochabend ist die Lindauer Polizei in ihren Ermittlungen ein Stück weitergekommen.
Wie wir bereits vergangene Woche berichtet haben, war gegen 17.30 Uhr ein schwerer Unfall passiert. Ein 20-jähriger Mann war auf der Li 16 zwischen Wasserburg und Bodolz unterwegs gewesen, als er kurz vor dem Ortseingang Enzisweiler bei regennasser Fahrbahn die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor und mit einem entgegenkommenden Auto zusammenstieß. Der junge Mann starb noch an der Unfallstelle. Der Fahrer des zweiten Autos wurde leicht verletzt.
Ein Teil der polizeilichen Ermittlungen ist die Frage, ob zu hohe Geschwindigkeit bei dem Unfall eine Rolle gespielt hat. Laut Polizei hatte es Zeugenhinweise auf ein Rennen gegeben. Die Beamten suchten in diesem Zusammenhang nach dem Fahrer eines roten Autos.
„Der Verdacht auf ein Rennen hat sich nicht bewahrheitet“, sagt Wolfgang Blischke, stellvertretender Leiter der Lindauer Polizeiinspektion, am Montag. Der Fahrer des roten Autos habe sich nach Medienberichten über den Unfall bei der Polizei gemeldet. Er habe den 20-Jährigen nicht gekannt, so Blischke. „Es gibt keine Hinweise darauf, dass sie verabredet waren.“
Der Fahrer des roten Autos sei zunächst vor dem 20-Jährigen gefahren und habe dann ein drittes Auto, das vor den beiden fuhr, überholt. Die Polizei geht nach aktuellem Ermittlungsstand davon aus, dass auch der verunglückte 20-Jährige verhältnismäßig schnell gefahren war und dies in Kombination mit der nassen Fahrbahn Ursache für den Unfall war. Ganz abgeschlossen sind die Ermittlungen aber noch nicht.



