Mehr als 600 Menschen haben bei der Bürgerbeteiligung zum Berliner Platz mitgemacht

Luftbild von einem Kreisverkehr, Bahngleisen und einem großen See.
Der Berliner Platz soll umgestaltet werden.
Foto: Archiv von Christian Flemming

Im September hatte die Stadt die Bürgerbeteiligung zur Neugestaltung des Berliner Platzes gestartet. „Seitdem haben sich mehr als 600 Menschen aus Lindau und von außerhalb auf vielfältige Weise eingebracht: online, in Kurzinterviews, bei einem Quartiersspaziergang oder über den Meckerbriefkasten“, schreibt die Stadt nun in einer Pressemitteilung.

Abschluss des Prozesses wird eine große Marktplatz-Veranstaltung am Freitag, 28. November, von 17 bis 19 Uhr in der Inselhalle sein. Dort haben Interessierte die Gelegenheit, „im direkten Austausch mit Stadtpolitik und Verwaltung die bisherigen Beteiligungsergebnisse zum ,Neuen Berliner Platz‘ gemeinsam zu verdichten und weiterzuentwickeln, sich aktiv einzubringen und mitzuwirken“, wie die Stadt schreibt. Für eine bessere Planbarkeit bittet die Stadt um Anmeldung diesen Link.

„Die große Resonanz zeigt, wie wichtig der Berliner Platz für Lindau ist – als zentraler Ort der Mobilität und Begegnung“, wird Oberbürgermeisterin Claudia Alfons in der Pressemitteilung zitiert.

So lief die Beteiligung ab

Von 9. September bis 19. Oktober hatten Bürgerinnen und Bürger bereits online die Gelegenheit, der Stadt ihre Meinung zum Berliner Platz mitzuteilen. „Die dafür eingerichtete Umfrage auf der Beteiligungsplattform entwickelte sich mit 374 Teilnehmenden zur bislang erfolgreichsten Befragung der Stadt, zugleich wurden mehr als 1000 konkrete Hinweise gegeben“, schreibt die Stadt.

An Pop-up-Ständen neben der Bushaltestelle Bregenzer Straße, auf dem Vorplatz des Lindauparks und am Bahnhof Reutin seien während der „Europäischen Mobilitätswoche“ insgesamt 225 Gespräche geführt worden.

Zusammengenommen zeigten die Ergebnisse aus Pop-Ups und Online-Umfrage, dass die Menschen überwiegend wegen des Einkaufszentrums am Berliner Platz sind (75 Prozent). Rund zwei Drittel der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wolle „mehr Begrünung“, etwa die Hälfte Sitzgelegenheiten und Hitzeschutz.

Abgefragt wurde auch, welche Angebote der geplanten Mobilitätsdrehscheibe als besonders wichtig gelten: „Für knapp zwei Drittel sind dies überdachte Wartebereiche mit Sitzgelegenheiten“, schreibt die Stadt. Dahinter kämen kurze und sichere Umsteigewege zwischen Bus und Bahn, bessere Fußwege mit barrierefreiem Zugang, überdachte und sichere Fahrradstellplätze sowie Echtzeit-Informationen zu den Abfahrten.

Wie es weitergeht

Vom eigens für das Beteiligungsprojekt aufgestellten „Meckerbriefkasten“ auf dem Bahnhofsvorplatz wurde laut Pressemitteilung der Stadt ebenfalls rege Gebrauch gemacht: „Insgesamt 136 Karten sind eingegangen“, heißt es dort. Am 8. Oktober lud das Bauamt die Bevölkerung zu einem gemeinsamen Quartiersspaziergang rund um den Berliner Platz ein, um die angedachten Maßnahmen vorzustellen und mit den Teilnehmenden zu diskutieren.

So sieht der Meckerbriefkasten aus. Foto: Julia Baumann-Scheyer

 

Die Zwischenergebnisse der Bürgerbeteiligung werden bei der Veranstaltung am Freitag, 28. November, ab 17 Uhr in der Inselhalle vorgestellt. Im kommenden Frühjahr werden die Endergebnisse der Beteiligung dann dem Stadtrat vorgestellt, der anschließend den Beschluss für die Ausschreibung des städtebaulichen Wettbewerbs treffen soll.

„Nach der Auslobung des Wettbewerbs durch das Stadtbauamt sind dann die Architekturbüros, Landschaftsgestalter und Verkehrsplaner gefragt, um ihre Ideen und Vorstellungen für den Berliner Platz zu einem Entwurf auszuarbeiten“, schreibt die Stadt.

Eine Jury bewertet die Entwürfe, die anschließend in einer Ausstellung präsentiert werden – allen voran der Siegerentwurf. Sobald es an die Planung für die Umsetzung geht, wird es weitere Formate geben, bei denen die Bürgerinnen und Bürger erneut mitreden und ihre Ideen einbringen können.

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