Der Duft von frisch gebackenen Waffeln und das Lachen der Kinder begrüßen einen direkt in der Stadt Hoyerlingen. Beim Second-Hand-Shop gehen die Scheine nur so über die Theke und beim Arbeitsamt fliegen die Arbeitskarten. Denn natürlich sind die Bürger in Hoyerlingen auch fleißig am Arbeiten.
Es gibt mehrere Themen, wozu es verschiedene „Arbeitsstellen“ gibt. Es gibt das Thema Verwaltung, Produktion, Versorgung, Dienstleistung und Aktivitäten. Arbeitsstellen dazu sind unter anderem das Rathaus, Werkstätte, eine Disco, eine Bank, ein Café, einen Zirkus und eine Zeitung. Die Spielstadt soll den Kindern eine Vorstellung davon geben, wie das Leben nach der Schule aussieht. Man merkt, wie motiviert und eigenständig die Kinder dadurch sind.
„Ich kann mir gut vorstellen, wie das später ist“, sagt eines der Mädchen.
Wie ist das System der Spielstadt?
Wie heißt wohl das Geld in Hoyerlingen? Na klar, Hoy! Jeder „Bürger“ bekommt am Anfang vom Arbeitsamt ein Startkapital von zehn Hoy. Und Betriebe bekommen ein Startkapital von 100 Hoy.
Außerdem bekommt man einen Bürgerpass, einen Arbeitspass und eine Arbeitskarte. Auf der Arbeitskarte steht drauf, wo du arbeitest. An seinem Arbeitsplatz muss man jeweils mindestens eine halbe Stunde arbeiten.
Nachdem die Bürger genug gearbeitet haben, können sie nun endlich zur Bank. Dort bekommt man dann einen Stempel in den Bürgerpass und natürlich sein Geld ausgezahlt. Gleichzeitig werden Steuern abgezogen und ans Finanzamt überwiesen. Der Stundenlohn beträgt zwölf Hoy, wovon zwei Hoy Steuern abgezogen werden.
Wenn man nun eine neue Arbeitsstelle möchte, muss man sich beim Arbeitsamt eine neue Karte holen und sich informieren, ob es noch eine freie Arbeitsstelle bei seinem ausgesuchten Arbeitsplatz gibt.
Mit seinem verdienten Geld kann man dann zum Beispiel als Kunde in ein Café gehen, sich etwas bei dem Second-Hand-Shop kaufen oder in die Disco gehen, wo einem die Musik, schon beim Hochlaufen der Treppen, gute Laune macht.
Außerdem gibt es, am Anfang und am Ende vom Tag, eine Bürgerversammlung. Diese wird durch die Lautsprecher mit dem Lied „Wellerman“ einberufen.
Bürgermeisterwahl und Gemeinderatswahl
Eine Stadt braucht natürlich einen Bürgermeister – oder eine Bürgermeisterin. Für diese, und die Gemeinderätinnen, konnte man ab 10 Uhr im Rathaus freiwillig wählen.
Überall hört man die aufgeregten Bürger rufen „Ich muss noch wählen gehen“, und vor dem Rathaus herrscht dementsprechend auch keine Ruhe. Im Rathaus konnte man sich dann einen Wahlzettel holen, den man dann in der Wahlkabine ausfüllen musste.