Für den Ernstfall: In diesem Neubau wollen THW, Feuerwehr und GTL künftig ihre Ausrüstung lagern

Nach den Starkregen im Juli 2024 bereiten die Mitarbeiter der Garten- und Tiefbaubetriebe Lindau den Hochwasserschutz vor.
Foto: Stadt Lindau

Das Technische Hilfswerk, die Feuerwehr und die GTL brauchen mehr Platz für ihre Ausrüstung im Katastrophenschutz. Deshalb soll jetzt ein neues Lager dafür gebraucht werden. Darüber hat der Bauausschuss am Dienstagabend entschieden.

Das neue Katastrophenschutzlager soll auf dem Gelände der GTL in der Robert-Bosch-Straße entstehen. Der Werkausschuss der Garten- und Tiefbaubetriebe Lindau (GTL) hatte sich bereits in nicht öffentlicher Sitzung für den Neubau einer Lagerhalle ausgesprochen. Am Dienstag standen die Pläne nun auf der Tagesordnung des Bau- und Umweltausschusses.

Nicht nur Ausrüstung für den Ernstfall, auch ein Lagerraum für die Buden des Jahr- und Weihnachtsmarktes wird gebraucht, heißt es in der Sitzungsvorlage.

Das Problem: Das Vorhaben liegt im Außenbereich. Dazu kommt, dass der Flächennutzungsplan dort Flächen für Abwasserbeseitigung vorsieht und zu einem kleinen Teil den Bestand von Feldgehölzen.

Wie soll das gelöst werden?

Laut Verwaltung könnten im Einzelfall Interessen abgewogen werden. Wenn dem Vorhaben keine öffentlichen Belange entgegenstehen und die Erschließung gesichert ist, wäre das Projekt trotz allem machbar, heißt es.

Das Katastrophenschutzlager diene der Sicherstellung von Versorgung und Schutz der Bevölkerung und verfolge damit „ein erhebliches öffentliches Interesse“.

Und auch in der Abwägung zu den anderen Punkten, überwiegt laut Verwaltung der Nutzen des Neubaus. Der Schutz der Bevölkerung und die Gewährleistung der Katastrophenvorsorge wiegten schwerer als die aktuell nicht benötigte Fläche für die Abwasserbeseitigung.

Auch weitere öffentliche Belange seien voraussichtlich nicht beeinträchtigt, da die Fläche größtenteils bereits versiegelt ist und die Erschließung sei gesichert.

Die Untere Naturschutzbehörde und die Abteilung „Wasserrecht“ beim Landratsamt müssten noch ihre Zustimmung geben. Unter dem Vorbehalt, dass sie das tun, stimmte der Bauausschuss einstimmig für den Neubau.

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