Sechs Menschen sind bei dem Unfall am Nachmittag des Karfreitags schwer verletzt worden. Eine 15-Jährige musste reanimiert werden, sie wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen.
Vier Tage später gibt es zumindest etwas Grund zur Hoffnung: „Ich weiß nicht, ob man schon davon sprechen kann, dass sie außer Lebensgefahr ist“, sagt Polizeisprecher Christian Lindstedt am Dienstag auf Nachfrage von Kolumna. „Aber sie ist auf jeden Fall stabiler.“
Ein Gutachter untersucht derzeit die Unfallursache. Bis es erste Ergebnisse gibt, werde es aber mindestens drei bis vier Wochen dauern, so Lindstedt.
Gegen 14.30 Uhr war ein 32-jähriger Autofahrer zwischen Schönbühl und der Autobahnanschlussstelle Sigmarszell plötzlich nach links in den Gegenverkehr geraten.
Ungebremst fuhr er frontal in ein Auto, in dem sich eine fünfköpfige Familie befand. Laut Polizei waren die Personen auf der Rückbank nicht angeschnallt, weshalb sie durch den heftigen Aufprall teilweise schwerste Verletzungen davontrugen.
Glück war, dass sofort qualifizierte Ersthelfer da waren, um sich um die Menschen zu kümmern. In einem der Autos hinter dem Unfall waren gleich mehrere Ärzte.
Alle sechs Menschen, die an dem Unfall beteiligt waren, wurden verletzt in umliegende Krankenhäuser, teilweise auch nach Österreich, gebracht. Wir haben über den Unfall am Freitag aktuell berichtet, den Text dazu findet ihr hier verlinkt.
Nach dem Unfall war die B31 vier Stunden lang gesperrt. Jede Menge Einsatzkräfte aus Bayern, Baden-Württemberg, Österreich und der Schweiz rückten an, um die Verletzten zu versorgen.
Die Feuerwehr sicherte die Unfallstelle ab – und zwar nicht nur vor dem Verkehr auf der Bundesstraße, sondern auch vor so genannten Gaffern.
Denn schon bald nach dem Unfall versammelten sich Menschen auf einer Brücke über der Bundesstraße, sagt Lindaus Feuerwehrkommandant Florian Kainz im Gespräch mit Kolumna. Auch aus dem nahegelegenen Wald seien Leute gekommen. Zum Teil fotografierten oder filmten die Schaulustigen das Szenario.