Neue Crewbörse bei der Rund Um bietet Plätze für Mitseglerinnen und Mitsegler

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74. "Rund Um" auf dem Bodensee. Der historische Dampfer Hohentwiel ist als Startschiff im Einsatz
Foto: Lindauer Segel-Club

Die „Rund Um“ startet am Freitag in Lindau. Die Langstreckenregatta führt einmal rund um den Bodensee über eine Distanz von rund 100 Kilometer und das über Nacht. Auf der neuen Crewbörse kann man noch Plätze an Bord buchen.

Die Vorbereitungen für die 74. „Rund Um“ laufen auf Hochtouren. Die große Langstreckenregatta startet am Freitag vor Lindau und ist nicht nur die älteste und traditionsreichste Veranstaltung auf dem Bodensee, sondern für Seglerinnen und Segler auch eine große sportliche Herausforderung. In diesem Jahr gibt es eine Neuheit: Wer bei der Regatta an Bord dabei sein will und kein eigenes Boot am Start hat, kann sich über die neue Crewbörse einchecken. Nach Angaben des Veranstalters können noch Plätze gebucht werden.

Für den Lindauer Segler-Club (LSC) ist es das große Event des Jahres. Der Verein erwartet zur „Rund Um“ über 250 Boote sowie Seglerinnen und Segler aus dem In- und Ausland. Der Startschuss fällt am Freitag, 20. Juni, um 16 Uhr auf dem historischen Dampfschiff Hohentwiel, das als Startschiff eine besondere Rolle spielt. 

Die „Rund Um“ ist nicht nur ein sportlicher Höhepunkt, sondern auch eine logistische Herausforderung. Über 120 Mitglieder und Freunde des LSC engagieren sich ehrenamtlich für einen reibungslosen Ablauf – ein Einsatz, der laut Organisationsleiter Egon Bretzler gar nicht hoch genug geschätzt werden kann. Das ausgefeilte Sicherheitskonzept und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Sicherungsorganisationen gelten als einzigartig am Bodensee.

Crewbörse: Mitseglerinnen können sich melden

Wettfahrtleiter Stephan Frank rechnet mit steigenden Teilnehmerzahlen und betont: „Wer sich noch nicht angemeldet hat, sollte die Chance noch nutzen.“ Ein besonderer Service ist in diesem Jahr zum ersten Mal im Angebot: Für alle, die kein eigenes Boot besitzen oder noch Crewmitglieder suchen, steht die neue Crewbörse des LSC zur Verfügung – so wird die Teilnahme an diesem außergewöhnlichen Event für viele Segler erst möglich.

Wie Georg Ehling, LSC-Pressesprecher, auf Anfrage von Kolumna erklärt, sei es eine spontane Idee gewesen, diesen Service kurzfristig anzubieten. Insgesamt 20 Plätze seien über die Börse bereits vergeben worden. „Und noch sind weitere Kapazitäten zu haben“, sagte Ehling.

Die Langstreckenregatta ist mehr als nur ein Rennen unter Segeln: „Es ist ein Gemeinschaftserlebnis, wenn hunderte Boote gemeinsam der untergehenden Sonne entgegen segeln“, erklärte der erste Vorsitzende des LSC, Martin Niederkrüger, und erinnert an die Worte des Rekordhalters Fritz Trippolt: „Jeder sollte an der Regatta teilnehmen – es ist die beste Gelegenheit, sich mit den Besten zu messen.“

Regatta live verfolgen

Wer doch lieber an Land bleiben möchte, kann mithilfe moderner Technik die Wettfahrt trotzdem beobachten und analysieren. Jedes teilnehmende Boot erhält einen GPS-Tracker, damit können Zuschauerinnen und Zuschauer das Rennen live und weltweit am Smartphone, Tablet oder Computer verfolgen.

Im vergangenen Jahr haben mehr als 6800 Nutzerinnen und Nutzer das Geschehen auf dem Wasser verfolgt und die Regatta sozusagen in Echtzeit miterlebt, heißt es in der Pressemitteilung des LSC. Dies unterstreiche, welche Bedeutung die „Rund Um“ in internationalen Seglerkreisen habe.

Festmeile am Hafen

Die offizielle Eröffnung der Regatta übernimmt Lindaus Oberbürgermeisterin Claudia Alfons am Donnerstag. Die „Rund Um“ ist nicht nur Regatta auf dem See, sondern auch ein großes Hafenfest an Land. Der Lindauer Segelhafen verwandelt sich deshalb auch in eine Festmeile: Live-Bands, kulinarische Angebote und ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm sorgen an der Promenade für Stimmung bei den Seglerinnen und Seglern sowie bei den Gästen.

Welche Parkplätze wegen der Rund Um gesperrt sind, lest ihr hier.

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