Die GTL müssen Kanäle sanieren: Rund zwei Millionen Euro verschwinden im Boden

Unter anderem im Bereich Giebelbach muss der Kanal repariert werden.
Symbolfoto: Julia Baumann-Scheyer

Sie sind abgenutzt, haben Risse und undichte Muffenverbindungen: Die Kanäle im Bereich Schachen (Giebelbach Richtung Wasserburg) und Schönau (Ortsende bis Holbeinstraße) müssen repariert werden.  

Die Rohre hätten ihre Lebensdauer erreicht und zeigten einen entsprechenden Verschleiß, heißt es in der Sitzungsvorlage des GTL-Werkausschusses, der vergangenen Donnerstag über die Kanalsanierung abgestimmt hat. Deswegen sollen jetzt mithilfe des sogenannten Schlauchliner-Verfahrens saniert werden. Dabei wird ein mit Kunstharz getränktes Gewebe in das bestehende Rohr eingezogen, mit Druckluft an die Rohrwand gepresst und dann ausgehärtet. 

Aus Sicht der GTL bietet das Verfahren Vorteile gegenüber dem Verlegen von neuen Rohren. Qualitativ sei beides gleichwertig, allerdings erfordere die Sanierung mittels Schlauchliner keine größeren Eingriffe in den Straßenverkehr. Zudem sei die Methode wirtschaftlicher als die Neuverlegung. Rohre, die mittels Schlauchliner saniert wurden, hätten danach wieder eine Lebensdauer von 50 bis 80 Jahren.

Insgesamt planen die GTL im kommenden Jahr von März bis November in Schachen und Schönau 3650 Meter Schlauchliner zu verbauen. Die Kosten werden bei etwa 1,9 Millionen Euro liegen. Die Mitglieder des Ausschusses haben der Investition ohne Diskussion zugestimmt, wie GTL-Chef Pius Hummler auf unsere Nachfrage sagt. 

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