Wahrscheinlich ist, dass die drei Gruppierungen, die Alfons 2020 als OB-Kandidatin unterstützt haben, dies im kommenden Wahlkampf wieder tun werden. „Wenn Frau Alfons sagt, sie macht weiter, dann brauche ich keinen Gegenkandidaten“, sagt Ulrich Jöckel (FDP), der findet: „Sie hat frischen Wind reingebracht.“
Die Lindau Initiative müsse das Thema zwar noch ausdiskutieren, sagt Jürgen Müller. „Aber meine Tendenz geht zu Claudia Alfons.“ Auch Roland Freiberg betont, dass der Vorstand der Bürgerunion das Thema zwar noch besprechen müsse. „Meine persönliche Meinung ist aber, dass wir Frau Alfons unterstützen sollten.“
SPD stellt keine eigene Kandidatin oder Kandidat
So geht es auch Katrin Dorfmüller, der Fraktionsvorsitzenden der SPD. „Ich persönlich unterstütze Claudia Alfons“, sagt die dritte Bürgermeisterin. „Wir haben eine sehr vertrauensvolle Zusammenarbeit.“
Offiziell entschieden habe sich die SPD allerdings noch nicht, auch andere Kandidatinnen und Kandidaten könnten sich bei der Fraktion noch präsentieren. Fest stehe aber in jedem Fall: „Eine eigene Kandidatin oder einen eigenen Kandidaten wird die SPD nicht aufstellen“, sagt Dorfmüller. Die Listen für die Stadtratswahl vollzubekommen, sei für alle gerade schwierig genug.
Auch die Bunten konzentrieren sich gerade auf ihre Listenkandidatinnen und -kandidaten, wie Daniel Obermayr sagt.
Die Liste hat jetzt Priorität.
Um die OB-Wahl kümmern wir uns später.“ Darüber, ob sie im kommenden Jahr eine eigene OB-Kandidatin oder einen eigenen OB-Kandidaten ins Rennen schicken, sei noch nicht entschieden.
Könnten auch sie sich vorstellen, Claudia Alfons zu unterstützen? „Ich finde grundsätzlich alles gut, was verlässlich ist“, sagt Obermayr. „Und das ist sie: verlässlich und engagiert.“
Die Freien Wähler haben bei der vergangenen Wahl gemeinsam mit der SPD eine Kandidatin gestellt. Bislang haben sie sich noch nicht festgelegt, wie Andreas Reich sagt. Dass sie Claudia Alfons unterstützen, sei allerdings eher unwahrscheinlich. „Wir liegen politisch nicht so nah bei einander.“
Bei der Freien Bürgerschaft werde sich wieder ein „kleines Gremium“ mit den denkbaren Kandidatinnen und Kandidaten auseinandersetzen, sagt Günther Brombeiß. Er könne sich vorstellen, Jasmin Sommerweiß zu unterstützen, sollte diese die Kandidatin der CSU werden. „Entscheiden muss das am Ende aber die Mitgliederversammlung“, betont er.
AfD konzentriert sich auf Landratskandidatur
Die ÖDP hat sich mit der Oberbürgermeisterwahl im kommenden Jahr noch nicht auseinandergesetzt, sagt Christiane Norff. „Wir hoffen, dass wir eine Liste zusammenbekommen.“
Die AfD hingegen sei schon seit Ende vergangenen Jahres dabei, im ganzen Landkreis Kandidatinnen und Kandidaten für ihre Liste zu sammeln, sagt Rainer Rothfuß. Wird die AfD einen OB-Kandidaten stellen?
„Forcieren werden wir das zunächst nicht“, sagt er. Es sei schwierig, sowohl einen OB-Kandidaten als auch einen Landratskandidaten zu stellen. Und zweiteres werde die AfD in jedem Fall tun. Ob er selbst als Landratskandidat ins Rennen gehe oder jemand anderes, stehe noch nicht fest.
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[…] Claudia Alfons tritt wieder als OB-Kandidatin an – wer noch? […]