18 Jahre lang war Uli Gebhard im Lindauer Stadtrat – ab Mai ist er nicht mehr Teil des Gremiums. In dieser Serie verabschiedet Kolumna die scheidenden Stadträtinnen und Stadträte sowie Gemeinderätinnen und Gemeinderäte: Was war ihre größte Herausforderung? Worauf sind sie besonders stolz? Und was werden sie sicher nicht vermissen?
Was hat Sie damals motiviert, zu kandidieren?
2008 war für mich ein idealer Zeitpunkt für die Kandidatur, weil dieser genau mit der Beendigung meines Berufslebens zusammenfiel.
Auf welches Projekt sind sie während ihrer Zeit als Stadtrat besonders stolz?
Besonders stolz bin ich über die rundum gelungene Cavazzen-Restaurierung und die tolle Gartenschau.
Was war die größte Herausforderung?
Eine große Herausforderung war für mich nach Abstimmungsniederlagen – wie zum Beispiel bei der Bebauung der Hinteren Insel – ruhig und gelassen zu bleiben und motiviert weiterzuarbeiten. (Anmerkung der Redaktion: Der Bürgerentscheid 2022 zur Bebauung der Hinteren Insel fiel gegen die Bebauung aus)
Gab es eine Entscheidung, die Ihnen besonders schwergefallen ist? Welche war das?
Besonders schwergefallen ist mir die Abwägung beim „Lieben Augustin“. (Anmerkung der Redaktion: Das war ein kleines Haus zwischen den Hotels Bayerischer Hof und Reutemann am Lindauer Hafen).
Der strenge und aus meiner Sicht überzogene Denkmalschutz hat zunächst die notwendige Erweiterung des Hotelensembles „Bayerischer Hof“ verhindert. Bei dieser Frage waren wir auch in der Fraktion unterschiedlicher Meinung.
Was machen Sie künftig in der gewonnenen Freizeit?
Ab sofort ist eine Urlaubsplanung ohne zeitliche Einschränkungen möglich und das werde ich mit meiner Frau zusammen auch nutzen.