Beim 50. Geburtstag des Kindergartens zeigt sich eine ungewöhnliche Geschichte

Der gemeindeeigene Kindergarten in Bodolz hat den offiziellen Teil des Jubiläumsfestes zum 50 jährigen Bestehen mit vielen Zeitzeugen aus unterschiedlichen Perioden des Gemeinderates gefeiert.
Foto: Isabel de Placido

Ein großes Kindergartenfest mit vielen großen und kleinen Gästen hat der Bodolzer Kindergarten zu seinem 50. Geburtstag gefeiert. Beim offiziellen Teil des Jubiläums, der vor dem eigentlichen Kinderfest stattgefunden hat, waren auch zahlreiche Zeitzeugen des Gemeinderates gekommen. Sie waren bei den unterschiedlichen Entscheidungen und Stationen im Laufe der 50-jährigen Geschichte beteiligt.

„Mir ist es wichtig, zurückzublicken, bevor man was Neues startet“, sagte Bürgermeister Felix Eisenbach, bevor er in seiner Rede auf die fünfzigjährige Geschichte jenes Gebäudes zurückschaute, das er als einen „Ort des Aufwachsens, des Lernens, des Spielens, des Tröstens und des Miteinanders“ bezeichnete. Viele Bodolzerinnen und Bodolzer hätten von hier aus ihre ersten Schritte in die große Welt hinaus gemacht.

Bevor der Kindergarten an den Standort des Sportplatzes gebaut worden war, gingen die Kinder in die Bodolzer Schule in den Kindergarten. Anfang der 1970er Jahre entsprachen die Räumlichkeiten dort nicht mehr den Anforderungen des Bayerischen Kindergartengesetzes. Die Betriebserlaubnis lief aus und eine neue Lösung musste her.

Der Gemeinderat entschloss sich 1975 zu einem Neubau für zwei Gruppen mit Kosten von 650.000 D‑Mark. Zum Vergleich: Die neue Kita für sechs Gruppen wird zwar größer werden, allerdings rechnet die Gemeinde mit neun Millionen Euro. Umgerechnet entspräche dies, so sagte Eisenbach, 17,6 Millionen D-Mark.

Nicht wie damals üblich übernahm die Kirche die Trägerschaft, sondern – trotz deren Widerstands – die Gemeinde.

Im Juli 1976, nach nur neun Monaten Bauzeit, wurde schließlich die Eröffnung gefeiert. 2001 kam ein Geräteraum hinzu, 2010 folgten der Anbau der Krippenräume sowie die energetische Sanierung des gesamten Gebäudes.

Wenn dann in eineinhalb Jahren die neue Kita steht und die Krippen- und Kindergartenkinder dort eingezogen sind, wird der alte Kindergarten nicht verwaisen. Im Gegenteil: „Die Zukunft steht schon vor der Tür“, sagte der Bürgermeister und erklärte, dass dann die Schulkinder mit ihrer Ganztagsbetreuung hier einziehen werden. „Dieses Haus hat Generationen begleitet – und wird dies auch weiterhin tun.“

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