Der junge Mann ist bei einem tragischen Badeunfall in der Reutiner Bucht ertrunken. Nachdem der Rettungseinsatz am Samstag abgebrochen wurde, sucht die Polizei mit Sonargerät nach dem Körper des Mannes. Er wollte mit seinen Freunden seinen Studienabschluss feiern.
Mit einem Spezialgerät, einem sogenannten Sonargerät, sucht die Wasserschutzpolizei in der Reutiner Bucht seit Sonntag den Unterwasserbereich ab, sagt Polizeisprecherin Anja Wegmann am Montag gegenüber Kolumna. Sobald das Sonargerät einen Treffer anzeigt, kommt ein Tauchroboter zum Einsatz. Diesen steuern Spezialisten vom Boot aus und überprüfen so, was das Sonargerät gefunden hat.
Mit ihrem Boot sucht die Wasserschutzpolizei am Sonntag und Montag in einem Bereich etwa ein Kilometer von der Lindauer Therme den Körper des jungen Mannes. Unterstützt wird die Polizei am Montagabend auch von der Wasserwacht.
Dort, in der Reutiner Bucht, ist der 25-Jährige, der laut Polizei Nichtschwimmer war, am Samstagnachmittag untergegangen und nicht mehr aufgetaucht.
Gemeinsam mit seinen Freunden hatte er am Samstag zwei Motorboote gemietet. Gemeinsam fuhren sie auf den See hinaus. Dort sprang der junge Mann ins Wasser, trieb vom Boot weg und ging plötzlich vor den Augen seiner Freunde unter.
Große Suchaktion am Samstag
Diese setzten sofort einen Notruf ab – daraufhin ging ein großer Such- und Rettungseinsatz los. 17 Boote verschiedener Organisatoren suchten akribisch das Wasser ab. Vier Boote der Wasserwacht sowie Boote der Lindauer Feuerwehr, des Technischen Hilfswerks, der Polizei und zufällig anwesende Soldaten der Bundeswehr mit mehreren Booten bildeten mehrere Stunden auf dem Wasser eine Suchkette. Die Bundeswehr macht gerade Truppenübungen zur Ausbildung von UN-Beobachtern im Landkreis Lindau und war deshalb vor Ort.
In der Luft kreiste außerdem ein Rettungshubschrauber der Schweizer Rettungsflugwacht und suchte nach dem jungen Mann.
Das Video der Lindauer Wasserwacht zeigt den Einsatz auf dem Wasser:
Nach zweieinhalb Stunden wurde der Einsatz abgebrochen, weil man nicht davon ausging, dass man den jungen Mann lebend findet, sagt Nils Neumann, Sprecher der Lindauer Wasserwacht. Für die Wasserwacht ist ein solcher Großeinsatz eine Seltenheit. „Das kommt etwas ein- bis zweimal im Jahr vor.“