Weißensberg geht es finanziell mehr als gut
Während viele andere Kommunen in diesen Zeiten hohe Schulden machen oder zumindest keine Rücklagen mehr haben, steht Weißensberg mehr als gut da. Die Gemeinde hat keine Schulden, muss keine Kredite aufnehmen und hat sogar noch Rücklagen von mehr als 6 Millionen Euro auf der hohen Kante.
Sowohl die Einkommens- als auch die Gewerbesteuer ist in Weißensberg in den letzten Jahren immer weiter angestiegen. „Das sind Werte, wovon andere Kommunen nur träumen können“, sagte der Bürgermeister.
Feuerwehrhaus, Anbau an die Grundschule und ein Geländer
Geld ausgeben wird die Gemeinde für das ein oder andere Bauprojekt. Erst kürzlich hat der Gemeinderat den Standort für das neue Feuerwehrhaus beschlossen. Es handelt sich um ein Grundstück am südlichen Ortseingang von Rothkreuz, zwischen B12 und Giebelhalde.
Das Feuerwehrhaus in Weißensberg platzt aus allen Nähten. „Wir brauchen dringend mehr Platz“, sagte Kommandant Tobias Zenker im Gespräch mit Kolumna.
Für den Neubau wurden in den Haushaltsplänen 2025 bis 2028 Gesamtkosten von rund 3,7 Millionen Euro veranschlagt. Für den Kauf des Grundstücks sind 180.000 Euro eingeplant.
Außerdem wir an die Grundschule angebaut. Weil ab Sommer 2026 stufenweise ein bundesweit gültiger Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder eingeführt wird, soll die Grundschule Weißensberg einen Anbau an der Nordost-Seite bekommen. Der Neu- und Umbau soll fast 3,7 Millionen Euro kosten.
Für mehr als eine halbe Million Euro wurde schon 2024 der Geh- und Radweg entlang der Bahnstrecke von der Kirchstraße nach Rehlings ausgebaut. Ein Stück des Geländers an der Kirchstraße fehlt aber noch. „Eigentlich sollte es diese Woche zum Abschluss kommen“, sagte Hans Kern. Aber das habe sich nochmal verzögert. Das Geländer sei richtig teuer. „800.000 Euro kommen nochmal oben drauf.“
Wie geht es den Bäumen in Weißensberg?
Fragen von Bürgerinnen und Bürgern gab es bei der Versammlung nur zwei. Ute Wilhelm interessiert sich für den Baumbestand der Gemeinde. Sie wollte wissen, wie viele Bäume die Gemeinde seit 2013, als ein Baumkataster angelegt wurde, verloren hat.
Laut Bürgermeister Hans Kern mussten 142 Bäume gefällt werden, „weil sie nicht mehr standsicher waren.“ Eine Liste zu Nachpflanzungen gebe es nicht. „Aber diese werden wir jetzt anlegen.“ Außerdem will Kern dafür sorgen, dass Mittel für „klimagerechte Bäume“ eingestellt werden. Sieben Bäume sollen im Herbst in der Ortsmitte im Rahmen des Bauabschnitts 2 „Neue Ortsmitte“ gepflanzt werden.
Ein Weißensberger interessierte sich außerdem für den aktuellen Stand bezüglich der alten Bahnhalte in Weißensberg, Hergensweiler, Sigmarszell und Oberreitnau, die wieder aktiviert werden sollen. Dazu gibt es bald einen ausführlichen Artikel bei Kolumna.