Bei Kolumna wollen wir uns um die Themen kümmern, die dir wichtig sind. Schicke uns deine Anregungen oder Recherche-Hinweise über unseren Briefkasten, den wir extra dafür eingerichtet haben.
220 Zuggäste müssen überraschend in Hergatz aussteigen: Polizei kennt jetzt den Grund
Wegen Brandgeruch musste ein Zug am Freitagabend ungeplant in Hergatz halten. Die 220 Reisenden wurden evakuiert. Mittlerweile kennt die Polizei den Grund für den Vorfall.
Der Eurocityexpress war am Abend von Lindau in Richtung München unterwegs, als die Brandmeldeanlage des Zuges auslöste. Gleichzeitig nahmen Fahrgäste im vorderen Zugteil deutlichen Brandgeruch wahr, wie die Bundespolizei schreibt.
Nachdem der Zug in Hergatz gehalten hatte, wurde der Notruf abgesetzt und Feuerwehren aus fünf Gemeinden rückten an. Die Feuerwehr habe im Zug das Feuer gesucht – und nur eine „Toilette festgestellt, in der es aber keine Wärmeentwicklung mehr gab.“
Zusammen mit dem eingetroffenen Notfallmanager stellte die Wehr fest, „dass es sich offenbar um ein technisches Versagen ohne Fremdeinwirkung handelte“, wie die Bundespolizei schreibt.
Später habe sich herausgestellt, dass ein Schmorbrand in einem defekten Händetrockner der besagten Toilette die Ursache für die starke Rauchentwicklung war.
Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand, die Zugreisende konnten ihre Fahrt mit dem Schienenersatzverkehr fortsetzen. Die Strecke war für etwa zwei Stunden gesperrt.



