Tausende Menschen feiern auf zehn Weingütern – Komm und See war ausverkauft

Frauen trinken Wein.
Genießen das „Komm und See“ mit den Füßen im Wasser: von rechts Sabine Immerz, Daniela Dieterle, Claudia Immler, Karin Bentele aus Röthenbach.
Foto: Susi Donner

Was einst als kleines Hoffest begann, hat sich zum Festival der Sinne entwickelt: Das Komm und See sorgt am bayerischen Bodensee zwei Tage lang für Ausnahmezustand.

Zehn Weingüter in Nonnenhorn, Wasserburg und Lindau boten eine Atmosphäre, die schwer zu toppen ist: ausgelassene Partystimmung, entspannte Strandmomente, Familienfest und Open-Air-Konzert in einem. Mittlerweile zieht das Fest Menschen aus der Region und darüber hinaus an. In diesem Jahr war das Festival ausverkauft – mehr als 10.000 Tickets wurden verkauft.

Die Gäste waren ein bunter Mix aus Weinliebhaberinnen und Weinliebhabern, Musikfans, jungen Menschen, Familien, Freundesgruppen. Viele waren mit dem Fahrrad oder dem Zug gekommen – dennoch reichte die Kolonne der abgestellten Autos beispielsweise in Nonnenhorn bis fast nach Kressbronn.

Die Winzer und Winzerinnen leisteten so einiges: Mit viel Herzblut, Organisationstalent und einer hochwertigen Musikauswahl wurde jedes Weingut zur eigenen Festivalwelt. Auf den Wiesen wurde getanzt, am Wasser gechillt, zwischen Reben gefeiert. Der Bodensee glitzerte, die Sonne tauchte den Abend in Gold, und am Ufer standen Hunderte barfuß im Wasser – das Glas in der Hand.

Indie, Funk, Pop und Elektro

Kulinarisch reichte das Spektrum von Kässpätzle bis Falafel, von Bio-Fritten bis Pulled Pork. Dazu floss der Winzerwein – in Strömen. Und die Musik? Von Funk bis Folk, von Indie bis 80s – Soul, Jazz, Brass, Pop, Latin, Rock’n’Roll und Elektro-Musik von DJs: Für zehn Euro bekam man hier zehn Open-Air-Festivals.

An manchen Höfen war es zeitweise so voll, dass es Einlassstopps gab – wer spät kam, musste warten oder wurde abgewiesen. Aber die Veranstalter bitten um Verständnis: Aus Sicherheitsgründen war das Ticketkontingent bewusst begrenzt. Erst seit 2022 werden beim Komm und See überhaupt Tickets verkauft. Ein Ticket, das für beide Tage gültig ist, kostet zehn Euro. Davor war der Eintritt kostenlos.

Am Samstag verkündeten die Veranstalter dann, dass alle Tickets ausverkauft sind. Insgesamt seien mehr als 10.000 Tickets verkauft worden, sagt Clemens Hendriks, Winzer aus Nonnenhorn und erster Vorsitzender des Weinbauvereins Bayerischer Bodensee. Wie viele Karten es genau waren, zeige sich erst noch in der Nachbesprechung.

Das zeigt auch: „Komm und See“ ist längst kein Geheimtipp mehr – es strahlt bis weit über die Region hinaus. Es ist ein Festival voller Sommer, Aromen im Glas, Klang und Lebensfreude.

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