Standing Ovations zum Abschied von Rainer Krauß

Thomas Gierer (Mitte) und Jutta Jäschke verabschieden Bürgermeister Rainer Krauß (links). Foto: Isabel de Placido

Die Feier, die seine Wegbegleiter für Rainer Krauß an seinem allerletzten Arbeitstag vorbereitet hatten, war ein Abend voller Abschiede, wertschätzender Worte und Erinnerungen. Am Ende gab’s Standing Ovations.

Rainer Krauß‘ Weggefährten haben eine Abschiedsfeier für den scheidenden Bürgermeister organisiert und all jene Menschen eingeladen, mit denen er in seiner 18-jährigen Amtszeit enger zu tun hatte. Und das waren ziemlich viele.

„Das ist viel zu viel“, sagte Rainer Krauß sichtlich gerührt angesichts des nahezu vollen Stedis. Als er die Gäste mit „Guten Abend, meine Freunde“ begrüßte, brach ihm die Stimme. Ein rührender Moment, von dem es im Laufe des zweieinhalbstündigen Abends mehrere gab.

„Ich habe 18 Jahre nur meinen Job gemacht“, fuhr er fort, nachdem er sich gesammelt hatte, und verabschiedete all jene, die sich in ihren „Jobs“ ehrenamtlich engagiert hatten: Dazu zählen Julian Schwarz, Hans-Jörg Witzigmann, Tobias Hirlinger und Heike Zentgraf.

„Es war ein Glücksfall für dich, dass du nach Nonnenhorn gekommen bist, und es war ein Glücksfall für Nonnenhorn“, sagte Thomas Gierer. Der zweite Bürgermeister schaute zusammen mit dem ehemaligen stellvertretenden Bürgermeister Roland Hornstein und der Kämmerin Jutta Jäschke auf 18 Jahre Ära Krauß zurück.

Unterlegt war der sehr persönlich gehaltene Rückblick mit zahlreichen Fotos, inklusive Musik aus Star Wars. Denn, und das dürfte für seine Freunde keine Überraschung gewesen sein, Rainer Krauß ist Fan der Kultserie und hatte auf seinem Schreibtisch im Rathaus einige der Legofiguren ausgestellt. „Du hast das Dorf geprägt, nicht nur durch die Projekte, sondern als Mensch, der du bist“, endete Thomas Gierer, woraufhin sich die Gäste von ihren Stühlen erhoben und minutenlang applaudierten.

„Nicht jedem Anfang liegt ein Zauber inne. Der wirkliche Zauber liegt in einem gelungenen Ende“, sagte Rainer Krauß und erklärte, dass er aufhöre, weil es jetzt am schönsten ist. „Ich habe es geliebt, hier Bürgermeister zu sein.“ Das sage er in „Dankbarkeit und Demut“.

„Ich hatte immer eine großartige Mannschaft um mich.“ Nicht nur dem Rathausteam, den Vereinen, Institutionen und Bürgern dankte er. Seiner Frau Silvi machte er eine Liebeserklärung.

Seine Rede schloss er mit der Feststellung, dass ihn bei allen Projekten nicht das „Was“, sondern das „Wie“ am stolzesten mache. „Wie wir das alles zusammen geleistet haben“, sagte er und ließ Tobias Pellot die Rathausschlüssel fangen.

Musikalisch umrahmt wurde die Feier vom Nonnenhorner Musikverein, der einige von Rainer Krauß‘ Lieblingssongs spielte. Auch die Schäffler erwiesen ihm die Ehre und ließen ihn hochleben.

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