Parkhaus nicht möglich: Neuer Parkplatz kratz Landschaftsfinger an

Ein Parkplatz.
Symbolbild: Canva

Eine Firma in der Robert-Bosch-Straße möchte ihren Parkplatz erweitern. Das Problem: Der neue Parkplatz würde in einen Landschaftsfinger ragen. Weil das Unternehmen für die Standortsicherung und neue Mitarbeitende den Stellplatz dringend braucht, hatte der Bauausschuss zugestimmt – allerdings sollte das Bauamt noch einige Punkte prüfen.

Nämlich zum einen, ob die dortigen Bäume stehenbleiben können. Wie die Verwaltung in der Sitzungsvorlage zum jüngsten Bauausschuss schreibt, können drei Eschen erhalten bleiben. 15 Thuja und Scheinzypressen müssen gefällt werden, als Ersatz werden zwölf heimische Laubbäume gepflanzt.

Auch der Frage, ob ein Parkhaus gebaut und damit der Landschaftsfinger geschont werden könnte, sollte das Bauamt nachgehen. Das sei nicht machbar. Das sei nach Rücksprache mit dem Bauherrn wegen betrieblicher Abläufe nicht möglich. “Es muss also die Erweiterung in den Landschaftsfinger erfolgen”, heißt es.

Die Verwaltung weist darauf hin, dass Landschaftsfinger ein unverbindliches, rein internes Leitbild sind und – weil sie noch nicht in den Flächennutzungsplan integriert sind – rechtlich nicht beachtet werden müssen. Das soll sich in Zukunft ändern.

Erst im Juli hat der Bauausschuss einstimmig beschlossen, dass Bauvorhaben im Landschaftsfinger eine Ausnahme bleiben sollen. Mehr dazu könnt ihr hier nachlesen.

Die Verwaltung rechtfertigt den Parkplatz mit einem “überwiegenden öffentlichen Interesse”: Durch die Erweiterung der Fläche könnten weitere Arbeitsplätze geschaffen werden.

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