60 Jahre und kein bisschen leise: Das Lindauer Oktoberfest hat einmal mehr gezeigt, dass die Lindauer feiern können. Und zwar alle Generationen gemeinsam.
Schon beim Festauftakt am Freitagabend herrschte ausgelassene Stimmung. Oberbürgermeisterin Claudia Alfons meisterte den Fassanstich mit Bravour –sie brauchte gerade einmal zwei Schläge. Und mit dem ersten Bier floss auch die gute Laune in Strömen.
Tausende Besucherinnen – die meisten in feschen Dirndl – und Besucher in Lederhosen strömten drei Tage lang auf das Festgelände, ins große Festzelt, in die Barzelte, zur Weizenhütte oder in den stimmungsvoll beleuchteten Obstgarten.
Hier gibt’s die Bilder von Freitag:
Überall wurde gelacht, getanzt und gefeiert – am Freitag und Samstag bis tief in die sternenklaren Spätsommernächte hinein, in denen ein fast voller Mond das Gelände beschien.
Blasmusik, Partyhits und Polonaisen
Das musikalische Programm ließ keine Wünsche offen. Musikvereine aus Weißensberg, Oberteuringen, Tannau und Simmerberg sorgten mit Blasmusik vom Feinsten für Stimmung.
Hier gibt es ein tolles Video von Josef Würtz:
Am Abend heizten die Partybands Volxxliga und Volxxbeat ein. Spontane Polonaisen zogen durch die Menge, Tanzflächen blieben bis zum letzten Akkord gefüllt, und wer keinen Platz mehr fand, kletterte kurzerhand auf Bänke und Tische. „Ich tanze sonst nie, aber hier schon!“, meinte ein älterer Herr in fescher Lederhose.
Wiesnküche und kleine Geschichten am Rande
Die Wiesnküche des Musikvereins Aeschach Hoyren lief währenddessen auf Hochtouren: knusprige Hendl, zünftige Wiesnbretter und Ochs vom Spieß stillten den Hunger, dazu flossen Lindauer Hell und Münchner Oktoberfestbier in Strömen.
Die Bilder von Samstag gibt es hier:
Unvergessliche Szenen entstanden wie nebenbei: Am Schießstand gewann Moritz ein Plüscheinhorn für seinen Freund Marius. Seine Freundin nahm es mit Humor: „Er hat mir ja zuerst eines geschossen“, lachte sie. Jungs in Lederhosen, mit Einhorn unterm Arm – auch das war das Lindauer Oktoberfest.
Begeisterte Gäste aus nah und fern
Am Samstagabend brachte der Lindauer Julian Wagner Freunde mit. Sophia Bayerl aus Zwiesel, Josef Brunner und Georgia Kotoulas aus Frauenau im Bayerischen Wald zeigten sich beeindruckt: „Die Stimmung, die Leute, die Musik – einfach mega!“
Immer wieder wurde spürbar, wie viel Herzblut die vielen Helferinnen und Helfer investierten, um dieses Fest möglich zu machen.
Susanne aus Lindau, Stammgast seit Jahren, brachte es auf den Punkt: „Ich war auch schon auf dem Oktoberfest in München. Klar, das muss man erlebt haben. Aber das Lindauer Oktoberfest gefällt mir besser. Klein, fein, übersichtlich – und trotzdem ist alles da, was man für ein schönes Fest braucht.“
Ein Sonntag für die ganze Familie
Der dritte Festtag gehörte traditionell den Familien. Bei freiem Eintritt und zünftigem Mittagstisch feierten alle Generationen gemeinsam. Während die Blasmusik spielte, hüpften Kinder ausgelassen auf der Hüpfburg, ließen sich schminken oder drehten mit leuchtenden Augen eine Runde in der Mini-Eisenbahn.
Nebenan kämpften die Schützen um den Titel des „Lindauer Wies’n-Schützenkönigs“. Davon erzählen wir euch auch bald.