Abriss des Limare beginnt – Bald entsteht dort ein Business-Hotel

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Lindau
Das Limare (links) wird abgerissen, dort entsteht ein Business-Hotel der Kette „Légère“.
Bilder: Stadt Lindau/Fibona GmbH

Die Rückbauarbeiten im Inneren des Gebäudes laufen bereits. Und OB Claudia Alfons freut sich, dass die Stadt bereits den vollen Kaufpreis für das Grundstück bekommen hat. Wie hoch der ist, und was im neuen Hotel alles geplant ist.

Bald kommt die Abrissbirne, dann ist das ehemalige Lindauer Hallenbad Limare endgültig Geschichte. Für die Fibona GmbH ist das gleichzeitig der Startschuss für ihr 27-Millionen-Euro-Projekt: Die Wiesbadener Firma, die sich unter anderem auf die Planung und den Betrieb von Business-Hotels spezialisiert hat, hat das Grundstück Anfang des Jahres gekauft und baut dort ein solches Hotel mit Wellnessbereich.

Die Abrissarbeiten sollen Ende kommender Woche beginnen und dann zwei bis drei Wochen dauern, wie Svenja Karolczak, Sprecherin der Fibona GmbH, auf unsere Nachfrage schreibt. Laut Stadt läuft der Rückbau im Inneren des Gebäudes bereits. Der Baubeginn für das neue Légère-Hotel ist noch für dieses Jahr geplant, seine Eröffnung für das zweite Quartal 2027.

„Ich freue mich sehr, dass es mit dem Projekt nun sichtbar vorangeht“, schreibt Oberbürgermeisterin Claudia Alfons. Das ehemalige Hallenbad lag seit 2021 brach. Für den Verkauf der Fläche hatte die Stadt einen Investorenwettbewerb gestartet, der sich in die Länge zog. „Umso erfreulicher ist es, dass sie nun sinnvoll und nachhaltig wiederbelebt wird.“

Besonders positiv sei, dass die Stadt bereits den vollständigen Kaufpreis für das Grundstück erhalten hat, ursprünglich war der erst für den Haushalt 2026 eingeplant. Das Projekt laufe „erfreulich zügig und reibungslos“, so die OB. „Für alle Herausforderungen konnten bislang gemeinsam schnell und konstruktiv Lösungen gefunden werden.“

Was im Haushalt für das Grundstück eingerechnet ist

Einen konkreten Kaufpreis fürs Limare-Grundstück nennt die Stadt auf Nachfrage nicht. Allerdings hat Landratsamt ihn in der Genehmigung des Lindauer Haushalts thematisiert. Sie ist öffentlich, ihr könnt sie hier nachlesen. 

Demnach nimmt die Stadt mit dem Verkauf des 4000 Quadratmeter großen Limare-Grundstücks 2,6 Millionen Euro ein: 520.000 Euro davon sind im Haushalt für dieses Jahr eingeplant, weitere knapp 2,1 Millionen Euro wären eigentlich erst für 2026 veranschlagt gewesen.

Jahrelang ist beim Limare nichts passiert. Immer wieder machten sich Vandalen an dem Gebäude zu schaffen.

Zur Légère-Hotel-Gruppe gehören bereits acht Hotels in Deutschland und Luxemburg. Der Neubau in Lindau wird Nummer neun, das erste Légère-Hotel in Bayern – und das „Flaggschiff“ des Unternehmens, wie es in der Pressemitteilung heißt. „Unweit des Sees gelegen, verbindet dieses Grundstück eine herausragende Lage mit der Dynamik und Attraktivität der wirtschafts- und tourismusstarken Dreiländerregion Deutschland, Österreich und Schweiz“, wird Sven Köllmann, Geschäftsführer der Fibona GmbH, dort zitiert.

Auch er lobt die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit OB Alfons, dem Bauamt und der Verwaltung und glaubt, dass das neue Hotel „eine werthaltige wie nachhaltige Nutzung mit starker wirtschaftlicher Zugkraft“ biete. Laut Stadtverwaltung haben mehrere Untersuchungen gezeigt, dass Lindau Bedarf für ein Business-Hotel habe. Das Limare-Grundstück habe sich dafür angeboten, weil es sowohl für Geschäftsreisende als auch für Tagungs- und Kongressgäste verkehrstechnisch sehr gut liege.

143 Zimmer, verschiedene Tagungsräume und Pool auf der Dachterrasse

Wo früher Kinder schwimmen lernten oder die Rutsche hinab düsten, soll also ein modernes Hotel mit 143 Zimmern in drei Kategorien entstehen. Für Geschäftsreisende und Veranstalter werden vier flexible Tagungsräume mit einer Größe von insgesamt 300 Quadratmetern gebaut. Dazu kommen zwei Besprechungsräume mit jeweils 40 Quadratmetern sowie ein Aufenthaltsbereich für bis zu 250 Personen.

So soll das neue Hotel in Légère-Hotel in Lindau aussehen. Visualisierung: Fibona GmbH

Zudem ist ein großzügiger Wellnessbereich geplant, mit Sauna, Ruheraum, Fitnessstudio und einem Pool auf der Dachterrasse. Restaurant und Bar sollen nicht nur Hotelgästen, sondern auch Besucherinnen und Besuchern von außen offenstehen. „Ergänzt wird das Angebot durch zwei große Außenterrassen, die besonders in den Sommermonaten zum Verweilen einladen sollen“, heißt es in der Pressemitteilung.

Das Gebäude bekommt eine Tiefgarage mit 42 Stellplätzen. Auf den Außenparkplätzen gibt es Lademöglichkeiten für Elektroautos, im Fahrradkeller für E-Bikes.

Nachhaltigkeit sei bei der Légère-Gruppe fest verankerter Bestandteil der Unternehmensausrichtung, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Das geplante Gebäude werde ausgestattet mit Photovoltaikanlagen, modernen Propan-Wärmepumpen und einer Fassade mit Holzelementen. Zudem werde es am unternehmenseigenen Programm „Légère Sprössling“ teilnehmen: Für jede nicht genutzte Zimmerreinigung wird ein Baum im hessischen Hinterlandswald gepflanzt. 

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