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Der Lindauer Stadtteil Zech und der Bereich rund um den Gitzenweiler Hof liegen in der neuen Quarantänezone für den Japankäfer. Die Regelung der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) tritt am Freitag, 4. September, in Kraft, teilt die Stadt Lindau mit.
Die Vorgaben gelten nicht nur für den Obst- und Weinbau, sondern unter anderem auch für Privatpersonen, Baumschulen und Gartenbaubetriebe, landwirtschaftliche Betriebe, Pflanzenhändler sowie Garten- und Landschaftsbaubetriebe.
Die sogenannte Quarantänezone ist in zwei Befallszonen und eine Pufferzone eingeteilt. Dort gelten jeweils unterschiedliche Regelungen. Eine Karte mit den betroffenen Bereichen findet ihr auch hier.

Die allermeisten Maßnahmen betreffen nur die sogenannte Befallszone (orange). Die Regeln gelten teils innerhalb der Flugzeit des Käfers vom 1. Juni bis zum 30. September, teils ganzjährig.
Eine der Vorgaben ist es zum Beispiel, dass Grünschnitt und Aushubmaterial aus der Quarantänezone nicht mehr abgefahren werden dürfen (während der Flugzeit). Erdreich, also Erde aus der Tiefe, darf ganzjährig nicht weggebracht werden.
Wer doch etwas wegbringen muss, darf das nur bei zugelassenen Sammelstellen abgeben.
Außerdem gibt es ein Bewässerungsverbot, von dem bestimmte Betriebe allerdings ausgenommen sind.
Wenn ihr mehr Details haben wollt bezüglich des Umgangs mit Pflanzen, Boden und pflanzlichem Material, ist die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) Ansprechpartnerin. Mehr Infos gibt es hier.
Wieso ist das alles notwendig?
Nachdem weibliche und männliche Japankäfer in Lindau wiederholt in Fallen getappt sind, hat die LfL die Quarantänezone für die betroffenen Bereiche festgelegt. Damit soll verhindert werden, dass der Schädling sich ausbreitet. Bisher habe er noch keine Pflanzen befallen, so das LfL.
Wie erkennt man den Japankäfer?
Der Käfer ist mit einer Länge von etwa 8 bis 11 Millimetern ungefähr so groß wie eine Kaffeebohne. Auffällig sind sein metallisch-grüner Kopf und Halsschild sowie die kupferfarben schimmernden Flügeldecken. Besonders charakteristisch sind die zwölf weißen Haarbüschel: Jeweils fünf befinden sich an den Körperseiten, zwei weitere am Ende des Hinterleibs. Bei Gefahr spreizt der Käfer ein hinteres Beinpaar seitlich vom Körper ab.
Der Japankäfer kann mehr als 400 Pflanzenarten befallen und damit erhebliche Schäden anrichten. Auch die Larven können Schäden verursachen. Sie leben als Engerlinge im Boden und ernähren sich von Pflanzenwurzeln.



