Die Feuerwehr konnte alle Bewohner aus dem Haus in Heimesreutin retten. Das ist seitdem nicht mehr bewohnbar. Vorsätzliche Brandstiftung schließt die Polizei aus.
In dem Lindauer Ortsteil Heimesreutin ist am Freitagmorgen gegen 7.20 Uhr ein Feuer in einer Unterkunft für Geflüchtete ausgebrochen. Aufmerksame Nachbarn haben den Rauch bemerkt, sofort die Feuerwehr alarmiert und selbst mit dem Löschen begonnen, wie das Landratsamt mitteilt.
Nach wenigen Minuten war die Feuerwehr vor Ort. In dem Haus leben acht Menschen, sechs davon befanden sich laut Landratsamt zum Zeitpunkt des Brandes in dem Gebäude.
Einige Menschen musste die Feuerwehr mit der Drehleiter retten, sagt der Lindauer Kommandant Florian Kainz. Im Flur hatte sich durch das Feuer starker Rauch entwickelt.
Ein Bewohner verletzte sich leicht
Der war auch Grund dafür, dass ein Bewohner eine leichte Rauchgasvergiftung erlitt. Laut Landratsamt wollte der Mann sich nicht von einem Rettungssanitäter behandeln lassen.
Ausgebrochen sei der Brand in einer Küche im Obergeschoss. Nach derzeitigem Ermittlungsstand schließt die Polizei vorsätzliche Brandstiftung aus. Zur genauen Brandursache könne man noch nichts sagen, so ein Polizeisprecher auf unsere Nachfrage.
Den Schaden durch den Brand schätzten die Beamten auf einen hohen fünfstelligen Betrag. Die Lindauer Feuerwehr war mit rund 40 Einsatzkräften vor Ort, unterstützt von Polizei, Rettungsdienst, Notarzt und Helfern vor Ort.
Landrat kümmert sich um Unterbringung
Nach dem Brand ist das Haus nicht mehr bewohnbar. Landrat Elmar Stegmann sei persönlich vor Ort gewesen und habe sich um die Betreuung und Unterbringung der Bewohnerinnen und Bewohner gekümmert.
Landrat Elmar Stegmann (hier im Gespräch mit zwei Feuerwehrmännern) war am Morgen vor Ort.
Solche Ereignisse treffen die betroffenen Menschen oft hart – umso wichtiger ist es, dass sie jetzt schnell Unterstützung und ein sicheres Dach über dem Kopf bekommen
, wird Landrat Stegmann zitiert.
Das Landratsamt habe die Unterbringung noch am Vormittag organisiert. Laut Polizei wurden die Menschen in einer anderen Unterkunft untergebracht.
Stegmann sei sehr dankbar, „dass niemand ernsthaft verletzt wurde“. Die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei hätten schnell und professionell reagiert, und auch die Nachbarschaft habe „mutig und entschlossen gehandelt“.
Mit Blick auf das Engagement aller Beteiligten betone er außerdem: „Was wir heute erlebt haben, zeigt, wie gut das Zusammenspiel unserer Hilfsorganisationen funktioniert – und dass Nachbarschaftshilfe im Landkreis Lindau nicht nur ein Wort ist, sondern gelebte Solidarität.“
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