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Nach knapp vier Jahren scheidet Hans-Martin Blättner als Vorstand der Lindauer Bodenseebank aus. Intern wurde die Nachricht bereits verkündet, die Verabschiedung ist für Mitte Juli geplant. Ganz offiziell gehe er dann zum 1. August, wie Blättner im Gespräch mit Kolumna sagt.
„Ich bin angetreten, um die Bodenseebank nach zwei gescheiterten Versuchen in die Fusion zu führen“, sagt der 68-Jährige. „Das ist mir gelungen.“ Es sei immer geplant gewesen, dass Blättner die Fusion mit aufbaut und sich dann verabschiedet, bestätigt auch Aufsichtsratsvorsitzender Jörg Bauer.
Vor knapp einem Jahr haben sowohl die Mitglieder der Lindauer Bodenseebank als auch die Vertreter der Raiffeisenbank Westallgäu der Zusammenführung der beiden Banken zugestimmt. Gemeinsam wurden sie zur VR-Südbank, wobei beide Häuser ihre alten Namen behalten.
Ein bisschen bleibt Blättner der Bodenseebank erhalten
„Das Zusammenwachsen der Banken ist sehr gut vorangeschritten“, sagt Aufsichtsratsvorsitzender Jörg Bauer im Gespräch. Mit dem Eintrag ins Genossenschaftsregister sei die Fusion zum großen Teil beendet. „Wir sind schneller vorangekommen als gedacht.“
Mit dem Ausscheiden von Hans-Martin Blättner wird sich die Zahl der Vorstände der VR-Südbank von vier auf drei reduzieren. Das ist laut Blättner aber kein Problem, denn mehr als drei Vorstände seien nicht nötig. Den Bereich „Private Banking“, den bisher er verantwortet hat, übernimmt in Zukunft Hans-Peter Beyrer von der Raiffeisenbank Westallgäu.
Komplett zurückziehen wird sich Blättner aber nicht. „Ruhestand ist nicht so meins“, sagt der 68-Jährige und lacht. Er werde die Bodenseebank in Zukunft noch als Berater unterstützen.
Am Bodensee eine neue Heimat gefunden
In Lindau will der zertifizierte Wirtschaftsmediator, der seit Kurzem auch stellvertretender Vorsitzender des CSU-Ortsverbands ist, bleiben. „Es gefällt mir hier sehr gut.“
Vor vier Jahren war Blättner für den Posten bei der Bodenseebank von Miltenberg bei Aschaffenburg an den Bodensee gezogen. Damals waren die Zeiten bei der Bodenseebank stürmisch. Nach einer gescheiterten Fusion mit der Volksbank Lindenberg hatten vier von fünf Aufsichtsräten und dann nach einander zwei Vorstände aufgehört. Ein weiterer Vorstand musste bald darauf gehen. Mittlerweile scheint sich alles beruhigt zu haben.



