Engagement im Tafelladen: Für viele Lindauerinnen und Lindauer ist die Tafel lebenswichtig

Ehrenamt
Lindau
"Das Herz der Tafel sind unsere Ehrenamtlichen", sagt Leiterin Corinne Späth.

Fast 50 Ehrenamtliche halten die Lindauer Tafel am Laufen. In unserer Ehrenamtsserie bieten wir den Menschen eine Bühne, die sich mit Herzblut für unsere Gesellschaft einbringen. Diesen Text hat das Team vom Servicepunkt Ehrenamt verfasst.

Pio Tornincasa und 48 andere Helferinnen und Helfer sorgen dafür, dass es immer günstige Lebensmittel bei der Tafel gibt. Tornincasa arbeitet seit März 2025 hochmotiviert mit. Seine Aufgabe ist es, das angelieferte Gemüse zu sortieren und für den Verkauf fertigzumachen.

Der 63-Jährige möchte mit seinem Ehrenamt „etwas zuzurückgeben“ und die Zeit in der Rente sinnvoll nutzen. Sein Ziel ist es, nicht abzuwarten, sondern bei Alltagsproblemen mit anzupacken, um so Teil dieses „Unterstützungssystems“ zu sein.

Für ihn und das Team ist es wichtig, möglichst viele überflüssige Lebensmittel zu retten, um diese an bedürftige Menschen zu kleinen Preisen zu verkaufen. Die meisten Lebensmittel werden unter einem Euro verkauft.

Viele Mitarbeitende sind seit vielen Jahren dabei. Margrit Bucher beispielsweise seit fast 20 Jahren, Ella Schneider seit 15 Jahren. Sie spricht Russisch und kann aushelfen, wenn es zu Kommunikationsproblemen kommen sollte.

Mitarbeiter Werner Heimpel erinnert sich an zwei nette ältere Damen, die sich ein- oder zweimal im Jahr zu einem Lebensmittelladen fahren lassen, um Einkäufe für die Tafel in Höhe von fast 250 Euro zu tätigen, die dann im Tafelladen verkauft werden.

Alle sind sich einig: „Helfen macht glücklich“ und das übertrage sich auch auf die Kunden.

Die Tafel ist in Lindau eine wichtige Institution. 2006 wurde die Lindauer Tafel von dem ehemaligen Geschäftsführer der Caritas, Harald Thomas, ins Leben gerufen. Heute ist sie nicht mehr wegzudenken.

In Lindau werden derzeit etwa 250 Haushalte durch die Tafel unterstützt, sagt Corinne Späth, Leiterin der Tafel. Täglich kommen zwischen 20 und 25 Menschen in den Laden, um günstig für ihre Familien einzukaufen. Leider gebe es nicht immer genug Lebensmittel für alle. Die Tafel sei auf noch mehr Unterstützung angewiesen.

Schon jetzt spendeten viele Geschäfte in Lindau und Umgebung der Tafel aussortierte Lebensmittel. Oft helfen Privatpersonen auch mit Geldbeträgen aus, um die laufenden Kosten zu decken.

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