Dieses 700.000-Euro-Projekt hat der Hergensweiler Rat überarbeitet

Diese Visualisierung zeigt, wie die neue Kita einmal aussehen könnte.
Foto: Schneider Hoffmann Architekten BDA

Wie viel Außenanlage braucht eine Kita – und wo lässt sich sparen, ohne an Qualität zu verlieren? Diese Frage stand im Mittelpunkt der jüngsten Gemeinderatssitzung in Hergensweiler.

Landschaftsarchitektin Sabrina Baitinger vom Büro Schreiberplan stellte dort die überarbeitete Planung der Freianlagen für den Neubau der Kindertagesstätte St. Ambrosius vor.

Bereits im Sommer hatte das Gremium über die hohen Kosten für den Außenbereich gestaunt. Nun brachte Baitinger Klarheit – und eine gründlich überarbeitete Entwurfsplanung.

Die neuen Pläne sehen unter anderem nur noch eine statt zwei Zisternen vor, eine pflegeleichte Staudenbepflanzung anstelle von Rasen sowie Anpassungen entlang des Backhäusles. Auch der ursprünglich vorgesehene Weidentunnel entfällt.

Die Landschaftsarchitektin zeigte, wo sich rund 34.000 Euro einsparen ließen – etwa durch den Verzicht auf eine Adress-Stele, den Austausch von Naturstein gegen Betonwerkstein oder den Wegfall eines Werktisches.

Das sagt der Rat dazu

Gemeinderat Martin Heimpel brachte die Stimmung im Gremium auf den Punkt: „Sparen am richtigen Platz ist schon richtig – aber vor allem soll die neue Kita für die Kinder richtig schön werden.“

Kollegin Constanze Heim fragte kritisch nach, ob das teure Sonnensegel (rund 8.000 Euro) angesichts der großen Bäume überhaupt notwendig sei. „Das haben wir uns auch schon gefragt, und werden es prüfen“, so Baitinger.

Mit einem Gesamtvolumen von etwa 700.000 Euro bleiben die Außenanlagen ein gewichtiger Kostenblock – doch das Projekt liegt, wie die Planerin betonte, „super im Zeitplan“ und damit auch im Kostenrahmen.

In der anschließenden Bürgerfrageviertelstunde äußerte Altbürgermeister Georg Betz noch einen wichtigen Hinweis: Der geplante Zaun reiche zu nah an das historische Backhäusle heran. Diese Anmerkung soll in die weitere Planung einfließen.

Wer an diesem Abend zur öffentlichen Gemeinderatssitzung gekommen war, bekam einen transparenten und differenzierten Einblick in die Planungsarbeit – und das gute Gefühl, dass hier mit Umsicht, Fachwissen und Augenmaß gearbeitet wird.

Teile diesen Artikel mit deinen Freund*innen

Dir brennt ein Thema auf der Seele? Wir kümmern uns!

Bei Kolumna wollen wir uns um die Themen kümmern, die dir wichtig sind. Schicke uns deine Anregungen oder Recherche-Hinweise über unseren Briefkasten, den wir extra dafür eingerichtet haben.

Das könnte dich auch interessieren