Nach fünf Jahren öffnet der Niederstaufener Dorfladen zum letzten Mal seine Türen. Von Thomas Bergert und Ronja Straub
„Wir sind sehr traurig“, sagt die aktuelle Ladenleiterin Heike Jahnke. Vor allem den Seniorinnen und Senioren werde der Dorfladen fehlen, ergänzt Verkäuferin Christine Frick. „Sie konnten uns einfach ihren Einkaufszettel geben und wir richteten es ihnen zusammen.“
Die Regale sind noch relativ gut gefüllt in dem kleinen Laden – trotzdem sind die Verkäuferinnen zufrieden. In den vergangenen zwei Wochen war viel los im Dorfladen. „Das hätte schon früher so sein müssen“, sagt Heike Jahnke.
Weil sich der Dorfladen aus wirtschaftlicher Sicht nicht mehr trägt, sind die Gesellschafterinnen und Gesellschafter bei einer Sitzung vor wenigen Wochen zu dem Schluss gekommen, dass er schließen muss. Nachdem es dem Laden im vergangenen Jahr noch gut gegangen ist, seien die Einnahmen seit Anfang des Jahres deutlich zurückgegangen, sagt Wolfgang Sutter, einer der Gründer des Dorfladens. (Mehr zu den Hintergründen lest ihr hier.)
Den festangestellten Mitarbeitenden sei zum 15. Juni gekündigt worden, sagt Sutter.
„Wir versuchen jetzt noch so viel Waren wie möglich zu verkaufen – mit Preisnachlässen“, sagt Sutter. Was am Samstag mit den übrig gebliebenen Lebensmitteln passiert, sei noch offen. Dann gehe es darum, Kühlschränke und andere Geräte zu verkaufen.
Der Raum soll nach der Schließung des Ladens wieder für den Seniorensport im Dorf genutzt werden. Die Gruppe trainierte auch vor der Öffnung des Ladens schon dort und hatte in der Zwischenzeit eine Ausweichmöglichkeit gefunden.
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