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Inselbahnhof, der Berliner Platz mit dem Bahnhof Reutin, die Ladestraße und das Gleisdreieck: Die Bahn hat in Lindau viele offene Projekte. Der neue Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn AG für den Freistaat Bayern, Christoph Kraller, hat sich bei seinem Antrittsbesuch ein Bild gemacht, teilt die Stadt Lindau mit.
Gemeinsam mit Oberbürgermeisterin Claudia Alfons und Norman Dietrich, Abteilungsleiter GT-Projekte der Garten- und Tiefbaubetriebe Lindau, besichtigte er zentrale Orte.
Im Mittelpunkt sei diesmal der Austausch über die Herausforderungen und Entwicklungsperspektiven gestanden, die mit den Bahnflächen und den anstehenden Infrastrukturmaßnahmen in Lindau verbunden sind, teilt die Stadt mit.

Foto: Stadt Lindau
Inselbahnhof: Stadt fordert zum Handeln auf
Besonders deutlich habe die Oberbürgermeisterin beim gemeinsamen Ortstermin den Handlungsbedarf am Inselbahnhof gemacht. Das denkmalgeschützte Gebäude befindet sich in exponierter Lage und „weist zunehmend einen schlechten baulichen Zustand auf“. Das inzwischen angebrachte Schutzgerüst verdeutliche die Situation.
Die Bahn hat schon vor Jahren angekündigt, den Inselbahnhof zu renovieren. Doch viele Arbeiten ziehen sich seit Jahren hin.
„Der Inselbahnhof ist ein Einzeldenkmal von großer städtebaulicher Bedeutung und prägt das Erscheinungsbild unserer Stadt. Wir haben deshalb mit Nachdruck darauf hingewiesen, dass die Deutsche Bahn hier handeln muss“, wird Oberbürgermeisterin Claudia Alfons zitiert. „Es war wichtig, dass Herr Kraller die Situation selbst vor Ort sehen konnte. Gleichzeitig haben wir an den verschiedenen Stationen unseres Rundgangs sehr konkret gezeigt, welche Bedeutung die Bahn für die weitere Entwicklung Lindaus hat.“
Auch künftige Baumaßnahmen und deren Auswirkungen auf das Stadtgebiet waren Thema – wie die Erschließung des Gleisdreiecks, die Beseitigung des Bahnübergangs Lotzbeckweg sowie die Entwicklungen rund um den Bahnhof Reutin am Berliner Platz.
Für die Stadt sei besonders wichtig, dass die Belastungen für Anwohnerinnen und Anwohner so gering wie möglich gehalten werden und Informationen über bevorstehende Maßnahmen frühzeitig und verlässlich über die Deutsche Bahn erfolgen.
Christoph Kraller, Konzernbevollmächtigter Deutsche Bahn für den Freistaat Bayern: „Ich danke für den konstruktiven Austausch mit der Oberbürgermeisterin und Norman Dietrich zu den Lindauer Bahnthemen. Mir ist es wichtig, die Anliegen vor Ort kennenzulernen und aufzugreifen. Der Bahnknoten Lindau ist sowohl für die Stadt als auch die DB von großer Bedeutung. Daher begrüße ich, dass wir die Zusammenarbeit weiter vertiefen.“
Bahn und Stadt stellen Zusammenarbeit neu auf
Der Besuch bildete zugleich den Auftakt für einen künftig noch verbindlicheren Austausch zwischen Deutscher Bahn und Stadt Lindau. Vereinbart wurde ein regelmäßiger Jour fixe auf Leitungsebene, der künftig im Abstand von drei Monaten stattfinden soll. Darüber hinaus wird auf Seiten der Stadt und der Deutschen Bahn ein festes Kernteam für den Bahnknoten Lindau miteinander im Austausch stehen.
Damit sollten die unterschiedlichen Kompetenzen und Maßnahmen frühzeitig zusammengebracht, Entwicklungen besser abgestimmt und eine geordnete Entwicklung von Bahnflächen im Stadtgebiet gefördert werden, heißt es. „Ziel ist es, die anstehenden Herausforderungen ebenso wie die städtebaulichen Entwicklungschancen gemeinsam und vorausschauend zu betrachten.“
„Es freut mich, dass Herr Kraller ein Bewusstsein dafür mitbringt, wie wichtig die Bahnprojekte für Lindau und auch die Deutsche Bahn selbst sind. Ich habe den Eindruck, dass ihm eine gut koordinierte Zusammenarbeit wichtig ist. Mit dem persönlichen Engagement des Konzernbevollmächtigten kommen wir bei einigen Themen gemeinsam wieder besser voran“, wird Claudia Alfons zitiert. „Gerade bei Projekten, die über viele Jahre wirken und für die Stadtentwicklung von großer Bedeutung sind, brauchen wir eine überschaubare Zahl an Ansprechpartnern, kurze Wege und verlässliche Absprachen.“



