Gemeinsam mit dem „Förderverein Erneuerbare Energien“ (FEE) laden die Veranstalter am Samstag, 21. Februar, zu einem „Tag des offenen Heizungskellers“ in Lindau und Lindenberg ein.
Heizungen seien in Deutschland ein großer Verursacher von Treibhausgasemissionen. Trotzdem werden, nach Angaben der Veranstalter, immer noch über 70 Prozent der Heizungsanlagen mit Gas oder Öl betrieben. Laut Peter Triloff, Mitglied des Lindauer Klimabeirats, und Harald Tegtmeyer-Metzdorf liege der Anteil an Wärmepumpen im Jahr 2024 bei 5,3 Prozent.
Am Samstag, 21. Februar, wollen zwölf Betreiberinnen und Betreiber von Wärmepumpen von 10 bis 13 Uhr in Lindau, Lindenberg, Heimenkirch und eine Firma in Wangen ihre Heizungskeller für die Öffentlichkeit öffnen. Die Veranstalter wollen damit Bedenken abbauen und praktische Erfahrungen im Umgang mit Wärmepumpen vermitteln.
Im europäischen Vergleich belege Deutschland einen der hinteren Plätze: Von 22 Staaten rangiere die Bundesrepublik auf Platz 18. Deutlich weiter sei Norwegen, wo fast zwei Drittel der Haushalte mit Wärmepumpen heizen. Dort gab es 2024 auch fast zehnmal mehr neue Anlagen im Vergleich zu Deutschland, teilen die Veranstalter mit.
„Gleichzeitig wird der Gebäudebestand hierzulande noch zu rund 75 Prozent fossil beheizt“, wird Triloff zitiert. Um das Ziel der Klimaneutralität bis 2045 zu erreichen, wäre eine jährliche Umstellungsrate von 2 bis 2,5 Prozent notwendig. Derzeit liege sie bei unter einem Prozent.
Interessierte können sich vor Ort über Funktionsweise, Stromverbrauch, Kosten, Geräuschentwicklung sowie über unterschiedliche Wärmequellen wie Luft, Erde oder Wasser informieren.



