Die Kunst des Kämpfens

Sport
Lindau
Beim Kampfkunsttag des TSV Lindau wurden unterschiedliche Kampfsportarten vorgestellt. Foto: Emma Roither

Würfe, Schläge und Konzentration – am Samstag ist die Jahnturnhalle auf der Lindauer Insel zum Zentrum der Kampfkünste geworden. Von Emma Roither

Anlässlich des 175. Geburtstags des TSV Lindau luden vier Kampfsportabteilungen des Vereins zum großen Kampfkunsttag ein. Hier waren alle richtig, die mehr über Kampfsport erfahren wollten. Die Halle war den ganzen Tag über gut besucht.

Julia Bek, Leiterin der Karate-Abteilung und Initiatorin des Kampfkunsttags, führte das Publikum engagiert und informativ durch den Tag. Ihre Idee: die Vielfalt der Kampfkünste im TSV sichtbar machen.

Den Anfang machten die jungen Judoka des Vereins. Diszipliniert und mit viel Freude zeigten sie, was es heißt, effektiv und fair zu kämpfen: Vom traditionellen Angrüßen über Aufwärmübungen bis hin zu Falltechniken, Hebeln und Würfen war alles dabei. Auch die Trainer demonstrierten komplexe Techniken. Judo ist die älteste Kampfsportart im TSV Lindau.

Bodenkampf und Kampfschrei

Direkt im Anschluss betraten die Ju-Jutsu-Athletinnen und -Athleten die Matte – begleitet von kräftiger Musik aus der Musikbox. Mit sogenannten Pratzen schlugen die Übenden aufeinander ein – natürlich kontrolliert – um schnelle Abwehrtechniken zu zeigen. Auch Bodenkampf und Stocktechniken gehörten zur Vorführung und zeigten, wie umfassend dieser Kampfsport ist.

Im Karate präsentierten die Karatekas mit dem typischen Kampfschrei dynamische Schläge und präzise Bewegungsabfolgen. Julia Bek, Sportlerin des Jahres 2024, und ihre Trainingspartnerin Julia begeisterten das Publikum mit einer anspruchsvollen Kata – einer festgelegten Technikfolge.

Zum Abschluss der Vorführungen wurde es etwas ruhiger – aber nicht weniger beeindruckend. Die Tai-Chi-Gruppe zeigte langsame, fließende Bewegungen mit besonderen Namen, wie zum Beispiel das Teilen der „Mähne des Wildpferdes“.

Am Ende der Vorführungen durfte jeder, der wollte, selbst auf die Matte. Ob Würfe beim Judo, Schläge beim Karate, das Kämpfen mit den Pratzen im Ju-Jutsu oder sanfte Bewegungen im Tai Chi – die Besucherinnen und Besucher nahmen das Angebot begeistert an. Die Trainerinnen und Trainer halfen den Anfängern mit viel Ruhe und Geduld.

Teile diesen Artikel mit deinen Freund*innen

Dir brennt ein Thema auf der Seele? Wir kümmern uns!

Bei Kolumna wollen wir uns um die Themen kümmern, die dir wichtig sind. Schicke uns deine Anregungen oder Recherche-Hinweise über unseren Briefkasten, den wir extra dafür eingerichtet haben.

Das könnte dich auch interessieren