70 Menschen nehmen an der Mahnwache für Skinhead-Opfer teil

Die Mahnwache fand am Donnerstagabend an dem Ort statt, wo sich vor 20 Jahren die brutale Tat abspielte.
Foto: Christian Flemming

Vor genau 20 Jahren wurde Robert B., bei seinen Freunden besser als „Rubel“ bekannt, gegenüber der Inselapotheke von zwei Vorarlberger Skinheads mit 20 Tritten gegen den Kopf fast umgebracht. Monate lag er im Koma und ist seitdem schwerstbehindert.

Dass sich das Datum der Tat zum 20. Mal jährt, nahm das Offene Antifaschistische Treffen Westallgäu (OAT) auf Initiative eines Kumpels von Robert B. zum Anlass, nahe dem damaligen Tatort eine Mahnwache zu organisieren.

Pia Klostermeier vom OAT (links im Bild) nannte eine erschreckende Aufzählung von rechtsradikalen Gewalttaten, sowohl in Deutschland als auch im Allgäu, am Bodensee und in Vorarlberg. Beginnend mit dem wohl ersten rechtsextremistischen Verbrechen in der Geschichte der Bundesrepublik, das als „Gammlermord von Konstanz“ in die Geschichte eingegangen ist, bis hin zu den aktuellen Ermittlungen gegen den AfD-Kreisrat Christian Thomas wegen des Verdachts der Körperverletzung.

Margarete Paulus von den Omas gegen Rechts hatte sich der Veranstaltung angeschlossen. Sie mahnte, trotz allen Entsetzens und Zorns über die Dreistigkeit und Intoleranz der Rechten nicht nachzulassen. Insbesondere die AfD stehe für einen „Mangel an Anstand, Moral und Empathie“, sagte sie. „Stellen wir uns jeglicher Gewalt entgegen, der Intoleranz, der Ausgrenzung, der rechten Gewalt – immer und überall.“

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