Die Baustelle auf der Rückseite des Kiosks auf der Hinteren Insel sorgt für Verwunderung bei Lindauerinnen und Lindauern: Dort wurde ein Holzhäuschen gebaut. Das hängt damit zusammen, dass die Toiletten kostenpflichtig werden.
Toilettengänger müssen für die WCs auf der Hinteren Insel bald einen Euro zahlen, bislang war es kostenlos. Das hat der Lindauer Stadtrat bereits im letzten November beschlossen.
Der kleine Neubau wird der neue Eingang mit Drehkreuz und Bezahlautomat für die Toiletten. Der Zugang werde neu gestaltet, schreibt Stadtsprecherin Stefanie Czuday auf unsere Nachfrage. „Analog zum bereits bestehenden System am Bahnhof Reutin.“
Dafür werde die Betonplatte erweitert, um die „Einhausung und das vorgesehene Drehkreuz sicher zu verankern.“ Einhausung und Zaun würden mit einer Rombusschalung, also Brettern, verkleidet. „Damit wird eine einheitliche Gestaltung mit dem bestehenden Kiosk hergestellt“, so Czuday.
Eine Kolumna-Leserin wollte auch wissen, ob es eine Baugenehmigung für das Häuschen gibt.
Weil das Vorhaben im Ensemble „Insel Lindau im Bodensee“ liegt, sei es denkmalschutzrechtlich genehmigt worden, so Czuday. Eine Baugenehmigung sei nicht nötig gewesen, da es keinen Bebauungsplan in dem Bereich gebe, das Häuschen aber im „Bebauungszusammenhang“ mit den umliegenden Gebäuden stehe.
Wieso kostet das „Aufs-Klo-gehen“ jetzt Geld?
Manche ärgern sich darüber, dass die Toiletten auf der Hinteren Insel kostenpflichtig werden.
Die Verwaltung wisse, dass öffentliche Toiletten gerade an einem zentralen und stark frequentierten Ort eine wichtige Infrastruktur darstellen, schreibt Czuday.
Daher sei es wichtig, dass die Toiletten weiterhin „zuverlässig zur Verfügung stehen und sich in einem angemessenen Zustand befinden.“ Die Nutzungsgebühr solle dazu beitragen, das Angebot auch unter der schlechten finanziellen Situation des städtischen Haushalts aufrechterhalten zu können.
Die Erhöhung der Gebühren sei Bestandteil der Haushaltskonsolidierung und werde nun umgesetzt, so Czuday. Ziel sei es, den städtischen Haushalt entsprechend zu entlasten.
Zehn öffentliche Toilettenanlagen gibt es in Lindau, die das ganze Jahr geöffnet haben. Dazu kommen die Klos im Lindenhofpark, die sind im Winter aber zu. Screenshot: Stadt Lindau
Auch bei anderen öffentlichen Toilettenanlagen, für die die Stadt Lindau ein sogenanntes Nutzungsentgelt erhebt, hat der Stadtrat eine Erhöhung der Gebühren beschlossen – von 50 Cent auf einen Euro.
Die Anlagen verursachen im städtischen Haushalt ein Defizit, das ohne die Gebührenerhöhung noch größer geworden wäre, hieß es im Stadtrat im November.
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Ich frage mich, wie viel Jahre gepinkelt werden muss, um die Kosten für diese Baumaßnahmen zu amortisieren…Das ist m.E. ein „Griff ins Klo“, verärgert aber viele Besucher der Hinteren Insel unnötig.
… das ist eine ziemlich ungute Idee, wie schon am Bahnhof. Für Menschen mit Berinträchtigungen ist schon die Toilette am Bahnhof nicht nutzbar. Und von 1 Euro pro Kind … nein, damit tut man sich keinen Gefallen….
War der Betrieb der Toilettenanlage auf der hinteren Insel nicht ursprünglich mal an die Kioskpacht geknüpft? Ich meine mich jedenfalls daran zu erinnern, dass das so ausgeschrieben war. Wem gebührt denn dann die neue Gebühr? Der Stadt? Oder doch dem Pächter?
Hallo Frau Buck, die Toilette ist eine öffentliche Toilette der Stadt. Laut Stadt gehen die Gebühren an einen von der Stadt beauftragten Dienstleister, der den Toilettenunterhalt für die Stadt im Auftragsverhältnis übernimmt.
Eigentlich sollte im Februar der erste symbolische Spatenstich für den Neubau an der Kemptener Straße gesetzt werden. Aber Aldi Süd sagte den Termin kurzfristig ab. Seitdem ist auf dem Gelände nichts passiert – und Aldi äußert sich nicht zum aktuellen Stand.
Der Fall hat vor gut einem Jahr in Lindau für Aufsehen gesorgt: Drei junge Männer bringen einen Jugendlichen gewaltsam in ein Waldstück, verprügeln ihn und knöpfen ihm sein Bargeld ab. Mittlerweile sind die Täter rechtskräftig verurteilt.
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Ich frage mich, wie viel Jahre gepinkelt werden muss, um die Kosten für diese Baumaßnahmen zu amortisieren…Das ist m.E. ein „Griff ins Klo“, verärgert aber viele Besucher der Hinteren Insel unnötig.
… das ist eine ziemlich ungute Idee, wie schon am Bahnhof. Für Menschen mit Berinträchtigungen ist schon die Toilette am Bahnhof nicht nutzbar. Und von 1 Euro pro Kind … nein, damit tut man sich keinen Gefallen….
War der Betrieb der Toilettenanlage auf der hinteren Insel nicht ursprünglich mal an die Kioskpacht geknüpft? Ich meine mich jedenfalls daran zu erinnern, dass das so ausgeschrieben war. Wem gebührt denn dann die neue Gebühr? Der Stadt? Oder doch dem Pächter?
Hallo Frau Buck, die Toilette ist eine öffentliche Toilette der Stadt. Laut Stadt gehen die Gebühren an einen von der Stadt beauftragten Dienstleister, der den Toilettenunterhalt für die Stadt im Auftragsverhältnis übernimmt.
Viele der Herren werden die Büsche und Bäume in dee Umgebung nutzen. Frauen, Kinder und alte oder beeinträchtigt Personen die Kabinen…
…am Ende wird dann von allen nur noch munter in den See gepinkelt.