Eis in allen erdenklichen und täglich wechselnden Geschmacksrichtungen, Kaffee, Kuchen, spritzigen Aperol und vieles mehr gibt es jetzt mitten in Wasserburg. Dort hat die „Eisliebe Wasserburg“ eröffnet.
Orange-Basilikum, Zimt, Tiramisu, Omas Teigschüssel oder doch lieber Zitrone, Marzipan-Mohn, Ananas mit Thai-Basilikum, Himbeere oder Passionsfrucht? Wer zu Isabella Illetschko in die „Eisliebe Wasserburg“ kommt, weiß, was es heißt, die Qual der Wahl zu haben.
Seit die gemütliche Ladenbar mit den großen Schaufenstern und dem lässig bestuhlten Vorplatz im April eröffnet hat, hat es sich längst herumgesprochen, dass es in der Wasserburger Brunnengasse, unterhalb des Postladens und der Bäckerei, leckeres Eis gibt. Und nicht nur das: Denn bei Isabella Illetschko ist noch viel mehr zu haben.
Doch wie kommt eigentlich eine gebürtige Wienerin dazu, in Wasserburg einen Eisladen zu eröffnen? Isabella Illetschko hatte bereits in Feldkirch zwei Jahre lang eine Eisbar betrieben. Allerdings war diese, so erzählt die 40-Jährige, ein „To-go-Betrieb“, der sich nicht wirklich rechnete, weil es keine Sitzgelegenheit gab und die Kunden deshalb nur bei gutem Wetter kamen.
Den ganzen Tag über ist etwas los
Zu dieser Zeit ging Isabella Illetschko auch immer wieder gern ins Aquamarin zum Schwimmen und musste feststellen, dass Wasserburg noch eine gute Eisdiele vertragen könnte. Durch Zufall entdeckte sie gleichzeitig den schon seit geraumer Zeit leerstehenden Laden in der Brunnenstraße. Zusammen mit dem kleinen Vorplatz für sie der ideale Ort.
Anfang April war die Eröffnung. „Wir sind gut aufgenommen worden“, sagt sie und erzählt, dass die Eisliebe bereits zum Treffpunkt für Wasserburger geworden sei.
Den ganzen Tag sei etwas los: Vormittags kommen die ersten, um sich einen italienischen Kaffee aus der Siebträgermaschine samt Croissant zu gönnen. Nachmittags treffen sich Freunde, Senioren, Touristen oder Eltern mit ihren Kindern zu Kuchen, Eis und Matcha-Tee. Und am frühen Abend werden die ersten Aperols und andere Aperitifs getrunken, bevor es dann zum Abendessen geht oder man vor Ort eine Pinsa isst.
Nicht nur in der Eisliebe, sondern auch vor ihr lässt es sich gemütlich chillen. Foto: Isabel de Placido
Das Angebot ist groß, doch dasHauptgeschäft bleibt das Eis. Dreizehn verschiedene Sorten bringt Isabella Illetschko täglich in die Glasvitrine, und das in wechselnder Abfolge. Was immer gleich bleibt, sind die Eisliebe-Klassiker Zartbitter und Vanille.
Außergewöhnlich sind Sorten wie „Omas Teigschüsselchen“, die daran erinnern soll, wie man als Kind die Teigschüssel der Großmutter ausgeschleckt hat. Viele Sorten sind vegan, andere gluten- oder laktosefrei. Allen gemein ist, dass das Eis, das Isabella Illetschko von einem deutschen Familienbetrieb bezieht, 24 Stunden Ruhezeit hat.
Noch in der Aufbauphase
Zudem lagert sie es in speziellen Eisschränken, die wiederum die Frische garantieren. Und der Preis? Pro Kugel, die relativ groß ist, verlangt Isabella Illetschko zwei Euro.
„Zu uns kommen alle, von Jung bis Alt, und wer allein kommt, der bekommt hier Ansprache und kann sich austauschen“, sagt Isabella Illetschko. Auch Hunde sind in der Eisliebe willkommen. „Ich will einen Ort schaffen, an dem sich die Leute wohlfühlen“, fasst die gelernte Köchin und diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester ihr Ziel zusammen.
Sie wolle etwas für den Körper, aber auch für die Seele ihrer Gäste tun. In Zeiten, in denen sich viele Menschen einsam fühlen, sei ihr dies eine Herzensangelegenheit.
Auch wenn es nicht so wirkt: Die Eisliebe steckt noch in der Aufbauphase. Bis jetzt macht Isabella Illetschko noch alles allein, aber sobald sie mehr Personal hat, will sie ihr Angebot erweitern.
Etwa, so der Wunsch von etlichen Wasserburgern, sonntags ein Frühstück anbieten. Doch vorerst sind es erst mal die Öffnungszeiten, die sie verlängert. Ab dem Pfingstwochenende fällt der Ruhetag weg und die Eisliebe hat täglich von 11 Uhr bis 21 Uhr geöffnet.
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